ALAG Auto Mobil AG & Co. KG Geschädigten droht Verjährung Ihrer Ansprüche Ende 2010

21.11.2010955 Mal gelesen
ALAG Anleger erstreiten Rückabwicklung vor dem LG München I und dem OLG München

Betroffene Anleger der ALAG Auto Mobil AG & Co. KG sollten darauf achten, dass ihre Ansprüche Ende 2010 nicht verjähren. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Ausschüttungen aus dieser Geldanlage erstmals im Geschäftsjahr 2006 zurück gegangen sind und die Anleger darüber Anfang 2007 schriftlich informiert worden sind. Die deutschen Gerichte haben in der Vergangenheit immer wieder entschieden, dass sich ein Anleger grob fahrlässig verhält, wenn er nach offensichtlichen Abweichungen von getroffenen Aussagen des vermittelnden Anlageberaters oder des übergebenen Prospekts zu einer Anlage nicht umgehend seine Rechte prüfen lässt und verjährungshemmende Maßnahmen ergreift. In diesem Fall wird bereits der Rückgang von Ausschüttungen als Hinweis verstanden, der ausreicht, dass ein Anleger tätig werden muss, um seine Rechte zu sichern.
Alle Anleger die im Wege der Rückabwicklung wegen Beratungsfehler ihr eingesetztes Kapital vom Anlageberater zurück verlangen wollen, müssen aufgrund des Rückgangs der Ausschüttungen 2006 daher zwingend ihre Ansprüche im Wege einer Klage bis zum 31.12.2010 sichern. Danach besteht die Gefahr einer dauernden Einrede und das Risiko auf seinem Schaden sitzen zu bleiben.

Im Ergebnis haben bereits mehrere Anleger erfolgreich gegen ihre damaligen Anlageberater auf Rückabwicklung geklagt. Sowohl das LG München I, als auch das OLG München haben in einem Urteil bzw. Beschluss entschieden, dass der Anlageberater die Anlage zurücknehmen muss, den entstandenen Schaden ausgleichen und von künftigen Forderungen durch die Gesellschaft den Anleger freistellen muss. In beiden Verfahren, wurden die Anleger durch die Rechtsanwaltskanzlei Leipold & Coll. vertreten.


Anleger sollten daher von spezialisierten Rechtsanwälten ihre Unterlagen auf die Möglichkeit von Schadensersatzansprüchen prüfen lassen.