Mietverluste im EU-Ausland mindern Steuer

01.03.20062705 Mal gelesen

Immobilienbesitzer, die bei der Vermietung von Wohneigentum im EU-Ausland rote Zahlen schreiben, können diese Verluste in ihrer Steuererklärung geltend machen. Das Finanzamt muß solche negativen Einnahmen künftig bei der Berechnung der Einkommensteuer berücksichtigen. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden.

Einkünfte aus Vermietungen werden zwar dort besteuert, wo das Haus oder die Wohnung steht, nach deutschem Steuerrecht werden sie jedoch bei der Berechnung des Steuersatzes berücksichtigt und führen so zu einer höheren Abgabe. Umgekehrt machten nun deutsch-französische Eheleute geltend, die Ausgaben für ihr Haus in Frankreich seien höher als die Einnahmen. Anders als bei Häusern in Deutschland hat das Finanzamt hier die Verluste nicht berücksichtigt.

Der EuGH wertete dies nun als unvereinbar mit europäischem Recht. Wohneigentum im EU-Ausland werde grundlos benachteiligt.

Urteil des Europäischen Gerichtshofs, Az.: C-152/03