VW Vergleich in den USA endgültig genehmigt

VW Vergleich in den USA endgültig genehmigt
26.10.2016253 Mal gelesen
Der Vergleichsschluss ist für VW ein Erfolg. Allerdings bezieht er sich lediglich auf die Käufer in den USA, deutsche Verbraucher erhalten keine Entschädigung. Doch rechtliche Möglichkeiten bestehen auch in Deutschland, Werdermann | von Rüden berät kostenlos!

 

15 Milliarden US-Dollar Entschädigung durch VW Vergleich

 

Gute Nachrichten erreichten Volkswagen kürzlich aus den Vereinigten Staaten, genauer gesagt aus San Francisco. Der für einen der gigantischen Rechtsstreite zuständige Richter Charles Breyer gab seine Zustimmung zu einer Einigung. In Rede standen die Manipulationen von Volkswagen an rund einer halbe Million Fahrzeugen in den USA. En Detail ging es um die 2.0 TDI Motoren, die Volkswagen mit einer manipulativen Software ausgestattet hat. Der geschlossene Vergleich legt nun tausende Klagen von Verbrauchern und Behörden bei. Gleichzeitig wird VW aber auch durch die Einigung verpflichtet, Entschädigungen in Höhe eines zweistelligen Milliardenbetrages zu leisten.

Verbraucher in den USA erhalten aufgrund des Vergleichs Entschädigung von VW

Durch den Vergleich können die Käufer manipulierter Fahrzeuge wählen: Entweder besteht die Möglichkeit, das manipulierte Auto an VW zurück zu verkaufen, auf der anderen Seite kann Nachbesserung verlangt werden. Zusätzlich erhält ein jeder getäuschte Käufer eine Entschädigung, die zwischen fünf- und zehntausend US-Dollar liegt. Die Anwälte der Verbraucher stimmten dem Vergleich bereits vor einiger Zeit zu, weil sich ein Großteil der Kläger einverstanden zeigte. Schlussendlich folgte Richter Breyer seiner bereits im Sommer geäußerten Tendenz und gab dem Vergleich seinen Segen. Breyer nannte die Lösung angemessen und vernünftig. Zugleich betonte der Amerika-Chef von Volkswagen, Hinrich Woebcken, dass VW alles dafür tun werde, die Abwicklung des Vergleichs zügig zu ermöglichen. Darüber hinaus sei die Einigung ein Meilenstein, das Vertrauen zurückzugewinnen.

VW rückt durch Vergleich der Bewältigung des Abgasskandals näher

In der Tat fällt für den Konzern durch den Vergleich eine große Last weg, viele der Käufer in den USA sind durch die Entschädigung plus Nachbesserung oder Rückkauf befriedigt. Dennoch stehen weitere Gerichtsverfahren aus, eine ähnliche Einigung über die 3.0 Liter Modelle ist noch nicht gefunden und auch strafrechtlich erwartet VW Konsequenzen für den Betrug. Dieselgate ist auch in den USA noch lange nicht passé.

Geschädigte in Deutschland fordern von VW Gleichbehandlung

Der geschlossene Vergleich gilt keineswegs für deutsche, beziehungsweise europäische Geschädigte. Für Verbraucher, die in Deutschland einen manipulierten Volkswagen erworben haben, schloss der VW Vorstand trotz harscher Kritik eine vergleichbare Lösung aus. Das deutsche Recht erfordere keinen Vergleich, vielmehr genüge die Nachbesserung durch den VW Konzern.

Damit verkennt VW jedoch den enormen Vertrauensverlust und dazu die rechtlichen Möglichkeiten der Verbraucher. Auch deutsche Käufer fühlen sich betrogen, wollen entschädigt werden. Gewährleistung- und Schadensersatzansprüche sind nicht ausgeschlossen.

Neben die geschädigten Käufer treten die übergangenen Aktionäre. Die Kurseinbrüche infolge der Abgasaffäre haben dazu geführt, dass viele Anteilseigner Geld verloren haben. Auch hier ist es nicht ausgeschlossen, dass VW für diese Schäden aufkommen muss. So hat etwa der Freistaat Bayern bereits angekündigt, VW auf Schadensersatz zu verklagen.

Werdermann | von Rüden bietet kostenlose Erstberatung für Geschädigte

Kurzum, VW schreitet in Richtung einer Bewältigung des VW Abgasskandals, doch nicht unbedingt in Deutschland. Tausende Käufer und Aktionäre haben durch Volkswagen einen Schaden erlitten. Dieser kann geltend gemacht werden, die rechtlichen Möglichkeiten bestehen.

Die Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet allen Geschädigten, ob Käufer oder Anteilseigner, eine kostenlose erste Beratung. Unsere erfahrenen Anwälte analysieren Ihre Lage und legen Ihnen die Aussichten dar. Lassen Sie die Abgasaffäre nicht auf sich sitzen, handeln Sie jetzt!

Weitere Informationen unter: https://vw-abgas-schaden.de/

 

Weitere Informationen: 

  • Bußgeld für VW?
  • VW Vorstand entschuldigt sich