Anleger müssen genau aufgeklärt werden

11.01.20061186 Mal gelesen

Wertpapierhandelsbanken müssen Anleger schriftlich über die Risiken mit Optionsgeschäften aufklären. Das hat der BGH entschieden und so seine strenge Rechtsscprechung für gewerbliche Vermittler auf Kreditinstitute mit demselben Geschäftsmodell ausgeweitet. Im Streitfall hatte die Göttler Finanz AG einen Techniker mit einem Jahreseinkommen von rund 40.000,00 Euro um 66.000,00 Euro erleichtert. Die Richter des BGH sahen eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung darin, dass das Unternehmen "verschleiert" habe, dass alleine angesichts der von ihm verlangten Gebühren "ein Gewinn absolut unwahrscheinlich" sei. EInen falschen Eindruck habe die Firma zusätzlich dadurch vermittelt, dass sie eine Gewinnbeteiligung von 20 Prozent verlangt habe. Dadurch sowie durch "verwirrdende Berechnungsbeispiele und Erläuterungsskizzen" sei in den Geschäftsunterlagen von der "praktischen Chancenlosigkeit" des Erwerbers abgelenkt worden. Az.: XI ZR 76/05