Hamburger Sparkasse - Swaps trotz Festzinsdarlehen

Haspa
19.02.201955 Mal gelesen
Immer mehr Kunden der Hamburger Sparkasse (HASPA) melden sich die zunächst ein Festzinsdarlehen hatten und später durch die HASPA ein Swap mit einem variablen Darlehen bekommen haben. Mit fatalen Folgen für ihre Finanzierung, wie sich erst jetzt herausstellt. Aber die Kunden können sich wehren.

Einzelne Kunden der Hamburger Sparkasse haben Laufzeiten von bis zu 30 Jahren bei ihren Swaps.

Zu Beginn ihrer Geschäftsbeziehung mit der HASPA haben die Kunden oft ein Festzinsdarlehen abgeschlossen. Gut kalkulierbar mit einer festen Laufzeit, wenn auch nicht immer ganz günstig. Dann kamen die Berater der HASPA auf die Kunden zu und wollten für die Kunden das angeblich niedrige Zinsniveau mit einem neuen Produkt sichern. Es wurde dann ein Swap mit einem variablen Darlehen abgeschlossen.

Für die Kunden ist dies besonders ärgerlich, weil die Hamburger Sparkasse noch im Jahr 2011 solche Geschäfte abgeschlossen hat, als die Banken bereits das dauerhaft niedrige Zinsniveau erkannt haben mussten.

Rechtsanwalt Leipold liegen Fälle vor, in dem beispielsweise 2011 Swaps mit 30 Jahren Laufzeit und einem vereinbarten Zins von 4,3 % und höher abgeschlossen worden sind. Aus heutiger Sicht für die Kunden ein Desaster. Für die HASPA hingegen ein Glücksfall.

Bei Abschluss wurden variable Darlehen mit dem Hinweis der absoluten Flexibilität verkauft. Was niemand den Kunden erklärt hat, ist die Problematik, dass man aus einem Swap nicht einfach kostenlos aussteigen kann. Das variable Darlehen ist jederzeit ohne Zuzahlung ablösbar. Beim Swap hingegen sieht es ganz anders aus. Hier sind bei einer vorzeitigen Beendigung, oft hohe negative Marktwerte zu bezahlen.

In vielen Fällen wurde die Immobilienfinanzierung dadurch doppelt so teuer, wie ursprünglich durch den Kunden eingeplant.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold ist seit Jahren maßgeblich an der Rechtsprechung gegen Banken bei Swaps beteiligt und hat sich seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen aus gescheiterten Swapgeschäften spezialisiert.

Betroffenen Kunden der Hamburger Sparkasse kann nur empfohlen werden, ihre Swapverträge von einem Spezialisten prüfen zu lassen. Oftmals ist eine außergerichtliche Einigung bei dieser Art von Geschäft nicht ausgeschlossen.