Hamburger Sparkasse - eine große Nummer im Swap Geschäft?

Fraspa
16.05.201882 Mal gelesen
Die HASPA hat scheinbar mehr und länger Swaps verkauft, als bisher vermutet. Es wenden sich immer mehr Kunden an die Kanzlei in Hamburg. Immer mehr Geschäfte aus den Jahren ab 2009 treten nunmehr auf. Ein schnelles Handeln zur Verjährungsunterbrechung ist empfehlenswert.

Bei der HASPA kommen immer mehr Swaps mit überdurchschnittlich langen Laufzeiten zum Vorschein. Die HASPA hat überdruchschnittlich lange Laufzeiten. Der Nachteil für die Kunden liegt auf der Hand. Eine Zinsbindung die die gesetzlich erlaubten 10 Jahre bei weitem übersteigt.

Aus dieser Situation ergibt sich allerdings ein großer Vorteil für die Kunden. Die Geschäfte sind durch diese Konstellation oft nicht konnex und die HASPA musste nach der aktuellen Bundesgerichtshofrechtsprechung über einen anfänglich negativen Barwert aufklären, was sie unstreitig in den meisten Fällen nicht gemacht hat.

Die Folge ist, dass die Geschäfte rückabgewickelt werden müssten. Im Ergebnis erhält der Kunde daher sämtliche Zahlungen auf den Swap von Beginn an zurück und der Swap muss ohne Kosten aufgelöst werden.

Zwischenzeitlich melden sich immer mehr geschädigte Swapkunden mit Swaps aus den Jahren 2009-2012. In diesen Fällen ist die Durchsetzung der Ansprüche wesentlich vereinfacht. Der § 37 a WphG ist im August 2009 aus dem WpHG ersatzlos gestrichen worden. D.h. seit 08/2009 gilt die normale Verjährungsfrist mit drei Jahren ab Kenntnis des Geschädigten und eine große Hürde in den Swapverfahren wird dadurch vereinfacht.

Auch die normalerweise als Grundgeschäft abgeschlossenen Darlehen sollten dabei genau angesehen werden. Auch hier verstecken sich teilweise Fehler die zum Angriff der Darlehen führen können.

Insbesondere die Widerrufserklärungen sollten in diesem Zusammenhang von einem Experten angesehen werden.

Erst in jüngster Vergangenheit hat das LG Hamburg einem Kläger Recht gegeben, der gegen die Widerrufserklärung der Haspa vorgegangen ist. 

Wichtig bei den Swaps ist die Verjährung zu beachten. Dieses Jahr verjähren endgültig alle Swaps aus dem Jahr 2008. Betroffenen Kunden wird daher empfohlen Ihre Swapunterlagen von einem Experten überprüfen zu lassen. 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold ist seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen aus gescheiterten Swapgeschäften spezialisiert. Gerne können Sie eine kostenlose Ersteinschätzung erfragen.