Sparkasse Köln Bonn - erkennt Anspruch in einem Swapverfahren vor dem OLG Köln an

anwalt24 Fachartikel
08.11.2015240 Mal gelesen
In einem Swapverfahren vor dem OLG Köln erkennt die Sparkasse Köln Bonn vollständig alle Ansprüche des Klägers an. Der Kläger hatte eine SKR Rente (Schnee Gruppe) bei der Sparkasse finanziert und oben drauf eine Swap bekommen. Ansprüche aus dem Jahr 2005 und 2006 jetzt vor der Verjährung sichern.

Der Kläger hatte ursprünglich seine zuvor abgeschlossene SKR Rente der Schnee Gruppe bei der Nord LB finanziert. Danach kamen die Berater der Schnee Gruppe auf diesen zu und empfahlen zur Sparkasse Köln Bonn zu wechseln, weil es hier günstigere Konditionen gibt. Die Sparkasse bot dem jeweiligen Kunden dann ein zinsgünstiges variables Darlehen an, allerdings nur in Verbindung mit einem Swapgeschäft.

Hintergrund war eine kurz zuvor zwischen der Schnee Gruppe und der Sparkasse Köln Bonn abgeschlossene Vertriebsvereinbarung. Für jeden abgelieferten Kunden erhielt die Schnee Gruppe und Ihre Berater eine Provision von der Sparkasse.

Bei einem Wechsel nahm das Unglück seinen Lauf. Das als Zinssicherung verkaufte Swapgeschäft stellte sich als hochspekulative Zins bzw. Zins Währungswette heraus. Die Kunden haben aus den Swaps teilweise sechsstellige Verluste erlitten und das zusätzlich zu der ohnehin desolaten SKR Rente.

In dem Verfahren vor dem OLG Köln zeichnete sich eine komplette Niederlage der Sparkasse ab. Kurzerhand entschloss sich die Sparkasse daraufhin 12 Stunden vor dem Termin den gesamten Anspruch anzuerkennen und dem Kunden den gesamten Schaden zu ersetzen.

"Das ist das typische Verhalten der Sparkasse Köln Bonn. Es wird Seitens der Sparkasse gestritten, bis der Kunde aufgibt oder das Gericht einen entsprechenden Hinweis zu Lasten der Sparkasse erteilt." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold.

"Betroffenen Kunden, kann ich nur empfehlen ihre Ansprüche verjährungshemmend geltend zu machen. Wer durchhält bekommt am Ende seinen gesamten Schaden ersetzt." so Leipold weiter.

Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold hat sich seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen aus gescheiterten Swapgeschäften spezialisiert.