Sparkasse Karlsruhe und LBBW - auch hier zahlreiche Swapopfer?

Sparkasse Karlsruhe und LBBW - auch hier zahlreiche Swapopfer?
19.10.2014503 Mal gelesen
Ab sofort gehört auch die Sparkasse Karlsruhe zu den Sparkassen die hochriskante Zins und Währungswetten (Swaps) im Auftrag ihrer Landesbank (LBBW) verkauft haben. Ein Ende des Swapdebakels in Deutschland ist nicht abzusehen.

Swapgeschädigte gibt es bei den Sparkassen, Deutscher Bank, Commerzbank, Hypo Vereinsbank, DZ Bank und vielen anderen. Die Schäden der Kunden gehen in die dreistelligen Millionen Euro. Nun melden sich auch die ersten Opfer der Sparkasse Karlsruhe in Verbindung mit der LBBW bei der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. Betroffene Kunden sollten noch vor Ablauf des Jahres 2014 etwas gegen die Verträge unternehmen.


Swaps - Schäden der Kunden gehen in die Millionen

Die Chancen stehen derzeit hervorragend seine Ansprüche wegen fehlgeschlagener Swapgeschäfte ersetzt zu bekommen. Völlig unabhängig von der Swapart. Dabei werden gleichwohl einfache Zinsswaps, Zins-Währungsswaps, als auch Currency Related Swaps durch die Gerichte rückabgewickelt und die Kunden erhalten die bisherigen Schäden ersetzt.

Vielen Immobilienfinanzierer wurden mit den hochriskanten Swapverträgen ausgestattet. Immer wieder wurde den Kunden das Modell zur Zinssicherung oder Zinsoptimierung verkauft. Dabei wären die Kunden mit einer variablen Finanzierung die sie als Grundgeschäft verkauft bekommen haben, durchaus gut gefahren bei den insbesondere in den letzten Jahren sehr niedrigen Zinsen.

Bei einer Rückabwicklung bleibt auch genau nur dieses Grundgeschäft übrig. D.h die Kunden sichern sich extrem niedrige Zinsen für ihre Finanzierung und die Bank bleibt bis dato auf den Schäden aus den Swaps sitzen.

Auch das stetige Argument der Verjährung will den Banken dabei bisher nicht zum Erfolg verhelfen, da die Gerichte bisher von einer vorsätzlichen Falschberatung ausgehen und so die dreijährige Verjährung nach dem alten WphG aushebeln. Dies könnte 2015 um einiges schwieriger werden, da ab da die normale Regelverjährung von drei Jahren wieder eine Rolle spielen könnte.

Interessant ist auch die unterschiedliche Vorgehensweise der Banken. Während viele Banken versuchen Swapfälle leise abzuwickeln, erdreisten sich andere tatsächlich ihre Kunden auf Zahlung der Verluste zu verklagen.

Mit der Sparkasse Karlsruhe und der LBBW ist bereits die dritte Landesbank in brandgefährliche Swapgeschäfte verwickelt.

Betroffenen Anlegern kann daher nur empfohlen werden, keine weiteren Zahlungen zu leisten und ihre Unterlagen von Spezialisten prüfen zu lassen. Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat sich seit 2007 darauf spezialisiert geschädigte Swapkunden erfolgreich gegenüber Banken zu vertreten.