Wohnung zu groß für das Finanzamt

11.01.20061762 Mal gelesen

Kosten für eine berufsbedingte Zweitwohnung muss das Finanzamt nur in "angemessenem" Umfang anerkennen. Das hat das FG Düsseldorf in einem Urteil entschieden. Im vorliegenden Fall hatte sich ein Ehemann, der in einer anderen Stadt als Geschäftsführer tätig war, dort eine 94 qm Wohnung mit drei Zimmern angemietet. Die dafür anfallende Miete machte er im Rahmen seiner "doppelten Haushaltsführung" in der Einkommenssteuererklärung geltend. Die Richter urteilten, eine so große Wohnung sei nicht erfoderlich. Zum einen dürfe er die Räumlichkeiten ohnehin nur alleine nutzen, sonst liege keine "doppelte Haushaltsführung" vor. Zudem müsse sich sein Lebensmittelpunkt in der Familienwohung und nicht am ARbeitsort befinden. Über den erforderlichen Raumbedarf gehe eine Wohnung dieser Größe, die für eine mehrköpfige Familie ausreiche, deutlich- nämlich um 34 qm- hinaus. Az.: 17 K 6386/02 E