Neue Koalition CDU/SPD - und das Ende der steuerlichen Selbstanzeige?

Neue Koalition CDU/SPD - und das Ende der steuerlichen Selbstanzeige?
15.12.2013282 Mal gelesen
Im seit einigen Tagen vorliegenden Koalitionsvertrag findet man eher unauffällig platziert Aussagen der beiden Parteien, wie zukünftig mit Steuerflüchtigen umgegangen werden soll. Im Ergebnis sollten Betroffene nicht mehr zuwarten ihr vorhandenes Vermögen im Ausland zu legalisieren.

In wenigen Zeilen haben die beiden großen Parteien CDU/CSU und die SPD im Koalitionsvertrag geregelt, wie zukünftig mit Steuerflüchtigen umgegangen wird. Dabei wird es zukünftig unter der neuen Regierung wesentlich schwerer und vor allem teurer. So sollen bei vorhanden Vermögen im Ausland die anlaufende steuerrechtliche Verjährung gänzlich ausgesetzt werden. Damit erhält das Finanzamt die Möglichkeit künftig immer alle hinterzogenen Steuern zu vereinnahmen. Eine mögliche Selbstanzeige soll nur noch strafbefreiend wirken, wenn der Steuerflüchtige zehn Jahre richtig deklariert, damit er für die vergangenen fünf Jahre Straffreiheit erhält.

Diese kleinen am Rande erwähnten Änderungen haben für die Betroffenen Steuerpflichtigen extreme Konsequenzen. Man kann sich in diesem Fall eben nicht mehr wie bisher darauf berufen, dass ein Großteil bzw. der Ursprungsbetrag bereits verjährt sind und muss daher nur noch einen geringen Teil nachversteuern.

Es ist daher dringend dazu zu raten eine eventuelle Selbstanzeige noch vor der endgültigen Regierungsbildung durchzuführen. Auch wenn für diese Neuerrungen teilweise eine Gesetzesänderung notwendig ist, kann man davon ausgehen, dass dies ähnlich Still verlaufen wird, wie die Erwähnung im Koalitionsvertrag.

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat sich darauf spezialisierte schnell und diskret vorhandenes Auslandvermögen wieder in die Legalität zurück zu bringen.