Neue Berufskrankheiten vor Anerkennung

Neue Berufskrankheiten vor Anerkennung
05.12.2014581 Mal gelesen
Neue Berufskrankheiten: Bundeskabinett hat die Vorlage schon geliefert - jetzt müssen noch die Länder zustimmen

Das Bundeskabinett hat Anfang November 2014 mit einer entsprechenden Verordnung vier weitere Berufskrankheiten anerkannt.  Dachdecker, KfZ-Mechaniker, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker, Elektriker, Maschinisten, Forstarbeiter, Gärtner, Landwirte, Bergleute, Zimmerleute, Bauarbeiter, Maurer, Stahlbauschlosser, Schweißer an Brücken oder  Straßenarbeiter können typisch berufsbedingte Krankheitsbilder ab sofort einfacher als Berufskrankheit anerkennen lassen. Die Genehmigung durch die Länder steht allerdings noch aus.

Diese Berufskrankheiten treffen aber nicht nur die in der offiziellen Liste geführten Berufe. Als Fachanwältin für Sozialrecht hat die Baden-Badener Rechtsanwältin Silvia Bagdassarov auch Berufsmusiker wie Konzertgeiger oder Musikschullehrer unter ihren Mandanten.

Im einzelnen geht es um die BK-Nr. 1319 (Larynxkarzinom durch intensive und mehrjährige Exposition gegenüber schwefelsäurehaltigen Aerosolen), die BK-Nr. 2113 (Druckschädigung des Nervus medianus im Carpaltunnel durch repetitive manuelle Tätigkeiten mit Beugung und Streckung der Handgelenke, durch erhöhten Kraftaufwand der Hände oder durch Hand-Arm-Schwingungen), BK-Nr. 2114 (Gefäßschädigung der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung - Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom -  und die BK-Nr. 5103 (Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung)

Die neuen Berufskrankheiten folgen der Empfehlung des wissenschaftlichen Beirats "Berufskrankheiten" beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Rechtsanwältin Silvia Bagdassarov aus Baden-Baden: „Betroffenen haben Anspruch auf Heilbehandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung und bei Arbeitsunfähigkeit oder sogar einer dauerhafter Erwerbsminderung können auch Ansprüche auf Geldleistungen bestehen.“

Der aktuellen Verordnung müssen noch die Länder zustimmen. Die Fachanwältin für Sozialrecht rät Betroffenen,  sich schon jetzt beim Unfallversicherungsträger zu melden. Betroffene, die bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche auf fundierte juristische Hilfe zurückgreifen wollen, sollten spätestens nach der Ablehnung des Antrages weitere Schritte mit Unterstützung eines Anwalts mit entsprechender Expertise unternehmen.

Rechtsanwältin Silvia Bagdassarov studierte Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Nach erfolgreichem Abschluss des Fachanwaltslehrgangs im Bereich Sozialrecht ist sie berechtigt, die Bezeichnung Fachanwältin für Sozialrecht zu führen.

Silvia Bagdassarov
Rechtsanwältin

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