Lasik-Operation: Und wieder muss eine private Krankenversicherung die Kosten übernehmen

19.04.20131754 Mal gelesen
Berlin, den 19. April 2013. Woche für Woche bekommen wir Anfragen zur Kostenerstattung bei Lasik-Operationen, weil sich private Krankenversicherungen weigern, zu zahlen. Die Begründung lautet beinah standardisiert lapidar: die Operation sei nicht notwendig gewesen. Meist gelingt es uns in diesen Fällen eine außergerichtliche Klärung zugunsten unserer Mandanten herbeizuführen. Doch hin und wieder müssen wir auch ein Gericht bemühen, wie der nachfolgende Fall zeigt.

Das Problem
Unser privat krankenversicherte Mandant wandte sich an uns, weil seine Versicherung die Kosten für eine Lasik-OP nicht übernehmen wollte, zu der ihm die Ärzte geraten hatten.

Die Erkrankung
Unser Mandant litt unter Kurzsichtigkeit und einer Hornhautverkrümmung an beiden Augen. Die Fehlsichtigkeit betrug jeweils -1,75 Dioptrien. Mit einer Brille und später mit Kontaktlinsen kam er zunehmend schlechter zurecht.

Die Operation
Unser Mandant ließ sich erfolgreich ambulant operieren. Die Kosten für die Operation und die notwenigen Medikamente betrugen über 4.000 EUR.

Der Versicherer verweigerte Kostenerstattung
Der Versicherer verweigerte die Übernahme der Kosten mit der Begründung, dass die Operation medizinisch nicht indiziert und damit nicht notwendig gewesen sei. Lediglich persönliche Gründe wären für den Eingriff ausschlaggebend gewesen.

Wir forderten den Versicherer zur Zahlung auf
Fehlsichtigkeit ist eine Krankheit und die Lasik-OP eine Behandlung, die auf eine Heilung bzw. eine Besserung der Fehlsichtigkeit abzielt. Die Operation war für unseren Mandanten medizinisch notwendig und von den Versicherungsbedingungen seiner Krankenversicherung erfasst. Kurzum: Unser Mandant hat Anspruch auf Kostenerstattung. Wir forderten deshalb den Versicherer zunächst außergerichtlich zur Zahlung auf. Da er sich weiterhin weigerte, die Kosten für die Operation zu übernehmen, reichten wir schließlich Klage bei Gericht ein.

Die erfolgreiche Gerichtsentscheidung
Das Gericht folgte unserer Argumentation und sprach unserem Mandanten einen Anspruch auf Erstattung der Operationskosten durch seine Versicherung zu.
Die erfolgreich durchgeführte Operation sei als medizinisch notwendig anzusehen, da sie dazu geeignet war, die Kurzsichtigkeit weitgehend zu beheben. Unser Mandant müsse sich nicht auf den Gebrauch von Brille oder Kontaktlinsen verweisen lassen. Eine Rangfolge bei der Wahl von Behandlungsmethoden sehe der Versicherungsvertrag nicht vor.

Amtsgericht Einbeck, Urteil vom 6. Februar 2013, Az.: 2 C 324/11

Kosten und Nutzen

  • Unser Mandant bekam die Kosten für die Operation voll erstattet.
  • Die Kosten des Gerichtsverfahrens musste der Versicherer übernehmen.
  • Die Kosten für die außergerichtliche Rechtsverfolgung mussten vom Versicherer weitgehend übernommen werden.

Referenz
Wir erstreiten mittlerweile seit Jahren für unsere Mandanten die Erstattung der Operationskosten gegenüber den Versicherern. Oft sind wir bereits außergerichtlich erfolgreich.

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