MPC Leben Plus III offenbar in Schwierigkeiten - schon jetzt bekommen Anleger ihr eingesetztes Kapital wahrscheinlich nicht zurück. Was wird 2017?

11.12.2012451 Mal gelesen
MPC Leben Plus III offenbar in Schwierigkeiten - schon jetzt bekommen Anleger ihr eingesetztes Kapital wahrscheinlich nicht zurück. Was wird bis 2017? Gibt es bis dahin noch weitere Direktauszahlungen? Es sind wohl Verluste zu tragen. Was ist zu tun?

Bei der Zeichnung der MPC Leben Plus III der Münchmeyer Petersen Capital AG sollen viele Anleger falsch beraten worden sein, sodass sie von den aktuellen Schwierigkeiten zum Ende 2012 des Fonds  Nachdem der geschlossene Lebensversicherungsfonds MPC Rendite-Fonds Leben PLUS III, soll häufig mit der hohen Sicherheit des Fonds geworben worden sein. Daran seien inzwischen Zweifel aufge-kommen: Nach nur wenigen Ausschüttungen sollen die Anleger keine Zahlungen mehr erhalten haben, der Fonds habe wirtschaftliche Probleme. In 2012 sank die durschnittliche Verzinsung der Policen auf 3,91 %.p.a..

Die Finanzierung des MPC Lebens Plus III Fonds soll zum Großteil durch Fremdkapital erfolgt sein. Inzwischen ist aber z.B.  die ver-einbarte Beleihungsgrenze mit einer der kreditgebenden Banken unterschritten worden sein. Hieran verdeutliche sich die finanzielle Schieflage des Fonds.

Ein Verkauf der Beteiligungen auf dem Zweitmarkt soll nur mit erheblichen Verlusten möglich sein.

Viele Anleger des MPC Rendite-Fonds Leben PLUS III fragen sich daher, wie sie aufgrund der Schwierigkeiten des Fonds nun handeln sollen, um schwere Einbußen oder sogar den Totalverlust ihrer Anlage abzuwenden.

Mit Schreiben vom 9.11.2012 wurden die Anleger der MPC Rendite-Fonds Leben plus III GmbH & Co KG über den aktuellen Stand ihrer Beteiligung informiert. Sie wurden zur Abstimmung im schriftlichen Umlaufverfahren gebeten sowie zur Informationsveranstaltung am 30. November 2012 nach Hamburg eingeladen. Das Ergebnis der Informationsveranstaltung ist öllig unbefriedigend.

Es gibt für die Anleger allerdings Möglichkeiten, ggf. ihr eingezahltes Kapiztal zurückzuerhalten. So könnten einerseits die Gründungs-gesellschafter in Anspruch genommen werden. Dies, falls im Emissionsprospekt die Risiken der Beteiligung nicht sachgerecht genug dargestellt worden sind. Die Gründungsgesellschafter sollen nach der Rechtsprechung generell gehalten sein, auf Fehler im Prospekt und ggf. im Vergleich zum aktuellen Prospekt geänderte Verhältnisse hinzuweisen.

Andererseits wurden Anleger wohl oftmals von ihren Banken, Spar-kassen oder Volksbanken oder sonstigen Anlageberatern nicht ordnungsgemäß über ihre Beteiligung aufgeklärt. Fehler bei der Anlageberatung können zu Schadenersatzansprüchen in Höhe der angelegten Summe führen. So soll den Anlegern z.B. teilweise verschwiegen worden sein, dass sie eine unternehmerische Beteiligung erwarben, die ein Totalverlustrisiko beinhalten kann. Ferner sei ihnen der Unterschied zwischen „Lebensversicherung“ und „Lebensversicherungsfonds“ nicht deutlich genug erklärt worden. Schleißlich  erfolgte auch hinsichtlich der langen Laufzeit des Fonds  häufig keine ausreichende Beratung.

Um möglicherweise bestehende Schadenersatzansprüche geltend zu machen, sollten Sie sich als betroffener Anleger möglichst bald an einen im Kapitalmarktrecht erfahrenen Rechtsanwalt wenden! 

Gerade bei Anlegern des MPC Leben Plus III sollen in Kürze  Ansprüche verjähren. Durch die Informationsveranstaltung laufen jetzt die Verjährungsansprüche an, so dass Anleger schutzlos darstehen, wenn sie nicht rechtzeitig handeln.