Bankentest: „Die Blamage geht weiter“

27.07.20101005 Mal gelesen
Berlin, den 27.07.2010. Die Zeitschrift Finanztest testete im vergangenen Jahr die Beratungsqualität von Geldinstituten. Damals schnitt keine Bank gut ab, zwei berieten mangelhaft. Nunmehr ein Jahr später prüften Testkunden der Zeitschrift erneut Banken und Sparkassen. Das ernüchternde Ergebnis lautet: „Die Blamage geht weiter.“
 
Beratung wird immer schlechter
War damals die Beratungsqualität schlecht, bezeichnet sie die Zeitschrift Finanztest jetzt (Heft 8/2010, S. 25 ff.) sogar als "jämmerlich". Keine einzige Bank erreichte das Prädikat "gut". Sechs Geldinstitute - Postbank, Hypovereinsbank, Targobank, BW Bank, Nassauische Sparkasse und Volksbank Mittelhessen ? schnitten mangelhaft ab.
 
Keine anlegergerechte Beratung
Die Kritik an den Geldinstituten ist grundsätzlich. Anlageberatungen müssen als erstes anlegergerecht sein. Das heißt, Anlageinteressenten sind, bevor ihnen eine Anlage empfohlen wird, nach ihren finanziellen und persönlichen Verhältnissen zu befragen. Der Anlageberater hat zudem die Pflicht, die Anlageziele seines Kunden zu ermitteln und sich nach dessen Kenntnissen und Erfahrungen zu erkundigen. Tatsächlich wurden aber den Testpersonen, ohne sich ein Bild von ihnen zu machen, Finanzprodukte angeboten, die im Zweifel gar nicht zu ihnen passen und sie in eine prekäre Lage bringen können.
 
Kein Beratungsprotokoll
Seit diesem Jahr sind die Geldinstitute gesetzlich verpflichtet, ein Beratungsprotokoll anzufertigen und es ihren Kunden auszuhändigen, wenn es um Wertpapiere geht. Der Test ergab, dass in 126 von 146 Beratungsgesprächen ein Beratungsprotokoll hätte angefertigt werden müssen, dies jedoch nur in 61 Fällen geschah. 65 Berater sind dieser Verpflichtung  nicht nachgekommen.
 
Riskanter Anlagemix
Waren die Testkandidaten ausdrücklich bereit, Risiken einzugehen, stieg die Qualität der Beratung. Dennoch heißt es schließlich zusammenfassend: "Die meisten Berater haben einen zu riskanten Anlagemix oder auch nur eine einzige riskante Anlage empfohlen und damit das Ziel gefährdet, am Ende der Laufzeit mindestens das eingesetzte Geld wiederzubekommen."
 
Und die Moral von der Geschicht ?
Bei jeder Geldanlageberatung ist höchste Aufmerksamkeit, kritisches Nachfragen und die Dokumentierung des Besprochenen angesagt. Blindes Vertrauen ist fehl am Platz. Es geht um Ihr Geld. In einem Beratungsgespräch von einer halben Stunde können Ihnen die Ersparnisse von mehreren Jahren genommen werden!
 
Unser Angebot
Sollten Sie falsch oder schlecht beraten worden sein, geben wir Ihnen für 50 Euro eine Ersteinschätzung Ihrer Ansprüche und Erfolgsaussichten bei der Geltendmachung von Schadenersatz. Außerdem sagen wir Ihnen, welche Kosten bei einer außergerichtlichen oder gerichtlichen Auseinandersetzung auf Sie zukommen. Dafür können Sie unverbindlich unseren Fragebogen anfordern.
Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage.
 
Referenzen
Wir betreuen seit der Gründung unserer Kanzlei bundesweit Anleger wegen Falschberatung sowohl außergerichtlich als auch gerichtlich mit Erfolg.
Wir publizieren ständig zur Anlagevermittlung und Anlageberatung in der Fachpresse.
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