Verluste bei Lebensversicherungen auf Rentenbasis einfordern!

24.11.20092177 Mal gelesen
Berlin, den 18.11.2009: Für eine sichere und rentable Altersvorsorge ließen sich Kunden werben, eine fondsgestützte Lebensversicherung abzuschließen. Diese sollte im Ruhestand über einen bestimmten Zeitraum eine monatliche Rente auszahlen. Für nicht wenige Versicherungsnehmer kam allerdings jetzt schon die böse Überraschung: Wertverlust des eingezahlten Kapitals und damit eine drastische Minimierung der Rentenzahlung bzw. der Rentenzahlungsdauer.   
Ein typischer Fall
Ein Ehepaar hatte im Jahre 2001 insgesamt 204.000 Euro an einen Versicherer gezahlt. Dafür sollte es ab 01.04.2002 über 18 Jahre eine monatliche Rente von 1.700 Euro erhalten. Die Berechnung der Renditeerwartung von 8,5 % war kleingedruckt im Vertrag vermerkt. Der Wertzuwachs des eingezahlten Kapitals sank von 3 % auf nunmehr 0,5 %. So betrug der Wert des Kapitals alsbald nur noch 120.000 Euro. Wenn diese Summe aufgebraucht ist, endet die monatliche Rentenzahlung. Das ist wesentlich früher als es dem Ehepaar versprochen wurde.
 
Das Problem
Die o.g. Leistungen waren dem Ehepaar nach den Vertragsbedingungen nicht garantiert worden. Dennoch steht die Frage, ob zum einen die Versicherungsklauseln intransparent und deshalb unwirksam sind und ob zum anderen der Versicherungsvermittler bzw. –berater seine Kunden hinreichend über die Risiken einer fondsgebundenen Lebensversicherung aufgeklärt hat. Denn fast immer wurde ganz selbstverständlich die hohe Rentenleistung als sicher in Aussicht gestellt und nicht auf das besondere Risiko der Fondsbindung dieser Lebensversicherung hingewiesen.
 
Der Kommentar
Bislang haben es die Versicherungsunternehmen gern vermieden, es zu einem Urteil kommen zu lassen. In vergleichbaren Fällen einigte man sich mit den geschädigten Versicherten, um dem Risiko einer Niederlage vor Gericht mit erheblichen Folgebelastungen zu entgehen. Der Bundesgerichtshof (BGH) wird nun voraussichtlich noch in diesem Jahr prüfen, ob fondsgestützte Lebensversicherungen ihre in Aussicht gestellten Renten zahlen müssen. Abgesehen von dem Ausgang dieses Verfahrens haben geschädigte Versicherungsnehmer aber auch die Möglichkeit, gegen ihren Versicherungsvermittler bzw. -berater vorzugehen, wenn er sie falsch oder unzureichend beraten hat und ihnen dadurch ein Schaden entstanden ist.
 
Unser Angebot
Wir geben Ihnen für 50 Euro eine Ersteinschätzung Ihrer Ansprüche und Erfolgsaussichten. Außerdem sagen wir Ihnen, welche Kosten bei einer außergerichtlichen oder gerichtlichen Auseinandersetzung auf Sie zukommen. Dafür können Sie unverbindlich unseren Fragebogen anfordern.
Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage.
 
Referenz
Wir sind eine der von der „Wirtschaftswoche“ im Jahre 2009 ausgewiesenen „Top-Anlegerschutzkanzleien“. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht vertreten bundesweit geschädigte Kapitalanleger.