Lehmann Brother-Geschädigter erhält vollen Schadenersatz

24.06.20091372 Mal gelesen
Berlin, den 24.06.2009: Das Landgericht Hamburg verurteilte die Hamburger Sparkasse (HASPA) zur Zahlung von Schadenersatz an einen Anleger, der bei ihr inzwischen wertlos gewordene Lehmann Brother Zertifikate erworben hatte.
 
Der Fall
Der Anleger erwarb im Dezember 2006 für 10.000 € Zertifikate der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers. Auf Grund der Insolvenz von Lehman Brothers im September 2008 wird er von der Investmentbank sein investiertes Kapital nicht zurückerhalten. Deshalb klagte er gegen die HASPA wegen der Verletzung von Beratungspflichten auf Schadenersatz.
 
Die Entscheidung
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Bank ihren Kunden nur unzureichend beraten hat. Besonders schwer wog, dass die HASPA ihn nicht darüber aufklärte, dass sein angelegtes Geld nicht durch die deutsche Einlagensicherung geschützt ist. Außerdem „versäumte“ es die HASPA auf ihre Gewinnmarge und damit auf ihr Eigeninteresse beim Verkauf von Lehman Brothers-Zertifikaten hinzuweisen. Vor allem diese Beratungsfehler führten zur Verurteilung der HASPA zur Rückzahlung der gesamten Einlagesumme an den geschädigten Anleger.
 
Kommentar
Dieses Urteil ist vor allem deshalb beachtlich, da in vielen Fällen, auch bei anderen Banken, diese und weitere Beratungsfehler beim Verkauf von Lehmanprodukten gemacht wurden.
Auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, dürfte es Konsequenzen für die betroffenen Banken haben. Können die Geschädigten nachweisen, dass Beratungsfehler bzw. Beratungsunzulänglichkeiten der Bank zum Erwerb der Zertifikate geführt haben, dann wird die Bank sich nur schwerlich ihrer Verantwortung entziehen können. Geschädigte Anleger sollten allerdings nicht zu lange warten, ihre Ansprüche geltend zu machen, da im Einzelfall Verjährung drohen kann.
 
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