Berufsunfähigkeitsrente: Wenn die Versicherung nicht zahlen will muss der Anwalt helfen

12.01.2017491 Mal gelesen
Manchmal kommt es doppelt schlimm. Erst ein gesundheitlicher Schicksalsschlag und dann will die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zahlen. Was folgt, ist oft eine quälende Auseinandersetzung mit der Versicherung, wenn man seine Rente selbst erkämpfen will. Deshalb ist es bei den ersten Anzeichen einer Leistungsverweigerung durch die Versicherung empfehlenswert, die Durchsetzung der Berufsunfähigkeitsrente einem Fachanwalt für Versicherungsrecht zu überlassen, wie auch ein Mandat aus unserer Praxis zeigt.

Berufsunfähigkeit durch Herzinfarkt

Unser Mandant war Fahrzeugpfleger in seinem Ein-Mann-Betrieb. Eines Tages erlitt er einen Herzinfarkt, der ihn dauerhaft stark gesundheitlich beeinträchtigt. Zunächst litt er insbesondere bei längerer Belastung unter starken Schmerzen in den Beinen, später kamen auch Schmerzen in den Armen hinzu. Die ärztlichen Behandlungen führten zu keiner Verbesserung seines Gesundheitszustandes.

Rentenantrag und Antragsablehnung

Unser späterer Mandant beantragte aufgrund seiner Berufsunfähigkeit bei seiner Versicherung, der Debeka, die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente. Vergeblich. Wiederholt wurde sein Antrag abgelehnt. In der Folgezeit erlitt er noch mehrere kleine Herzinfarkte. Zudem kamen weitere Erkrankungen, u.a. eine arterielle Hypertonie, hinzu. Vor allem die immer wieder auftretenden Herzbeschwerden machten es ihm unmöglich, zu arbeiten. Der durch die Debeka beauftragte Gutachter stellte fest, dass weder durch organische noch psychische Erkrankungen eine Funktions- oder Leistungsstörung eingetreten sei. Durch die Herzinfarkte wäre lediglich eine Einschränkung der Berufsfähigkeit zu 30 % gegeben.

Rechtsanwalt und Rechtsdurchsetzung

Nachdem der berufsunfähige Fahrzeugpfleger über ein Jahr erfolglos versucht hatte, seine ihm zustehende Rente selbstständig bei der Versicherung zu erwirken, kam er zu uns. Wir forderten die Debeka auf, ihrer Leistungspflicht nachzukommen. Da sie dazu nicht bereit war und sich nicht außergerichtlich einigen wollte, haben wir bei Gericht Klage eingereicht.

Der vom Gericht beauftragte Gutachter stellte fest, dass unser Mandant aufgrund seiner Erkrankungen nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben. Daraufhin schlug die Debeka einen Vergleich vor. Sie bot unserem Mandanten an, ihm einen Betrag von 110.000 Euro zu zahlen.

Unser Mandant nahm diesen Vergleich an. Somit war der Rechtsstreit ohne weitere Auseinandersetzungen beendet.

Kommentar

Dieser Fall ist für das Regulierungsverhalten der Versicherungen bei Berufsunfähigkeit ihrer Versicherungsnehmer keineswegs untypisch. Häufig lehnen die Versicherer die Anträge zunächst ab. Dadurch ist der Versicherungsnehmer, geschwächt durch Erkrankung oder Unfall, gezwungen, sich mit seiner Versicherung in eine meist langwierige (erfolglose) Auseinandersetzung zu begeben. Außergerichtliche Vergleiche kommen selten oder oft nur zu schlechten Konditionen zustande. Erst, wenn der Betroffene einen Anwalt einschaltet, kommt erfahrungsgemäß Bewegung in die Sache, wie auch unser Fall zeigt. Bietet vor Gericht die Versicherung einen Vergleich an, dann ist es an dem Mandanten, nach unserer Beratung über das Angebot und die Chancen einer weiteren streitigen Auseinandersetzung, diesen anzunehmen oder nicht.

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