LG Hamburg: Dresdner Bank muss einem Anleger Schaden ersetzen

06.02.2009936 Mal gelesen

Die Dresdner Bank muss nach einem Urteil des Landgerichts Hamburg einem Privatkunden mehr als 12.000 Euro Schadenersatz zahlen. Nach dem am 02.02.2009 vom Hamburger Institut für Finanzdienstleistungen veröffentlichten Urteil hatte die Bank dem Anleger 2007 ein eigenes «Alpha-Zertifikat» verkauft, das nach Einschätzung des Gerichts ein «reines Spekulationspapier mit Wettcharakter» war. Der Anleger, ein Algerier im Rentenalter, habe das Produkt nicht verstehen können und müsse seine Verluste ersetzt bekommen, urteilte das Gericht bereits im Dezember (Az.: 318 O 04/08).

Dresdner Bank hat Berufung eingelegt

Bei dem «Alpha-Zertifikat» wird nach Angaben des Instituts darauf gewettet, welcher von zwei Kursen, in der Regel Börsenindizes, sich besser entwickelt. Bei einem günstigen Verlauf kann der Anleger 16 Prozent Rendite erreichen, im ungünstigen Fall droht der Totalverlust. In dem verhandelten Fall hatte der Bankkunde auf Anraten der Bank im Mai 2007 knapp 35.000 Euro in das «Alpha-Zertifikat» investiert und nach kontinuierlichen Verlusten im Dezember für rund 22.000 Euro wieder verkauft. Die Dresdner Bank wies darauf hin, dass sie Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt hat.

 

Anleger die entgegen Ihrer Risikoeinstufung Zertifikate in Ihrem Depot halten, wird empfohlen eventuelle Ansprüche wegen einer Falschberatung durch einen Vermittler oder eine Bank überprüfen zu lassen.