Versicherungsrecht: Unsere Fachanwältin informiert über Schadensregulierung bei grober Fahrlässigkeit im RBB

14.02.2014301 Mal gelesen
Berlin, den 14. Februar 2014: Unsere Fachanwältin für Versicherungsrecht Jana Meister hat am 5. Februar in der RBB-Sendung „WAS!“ Versicherten Auskunft und Hinweise zur Schadensregulierung bei grober Fahrlässigkeit gegeben.

Wann zahlt die Versicherung?
Bis zum Jahre 2008 galt: Wer grob fahrlässig ein Schaden verursachte, bekam von der Versicherung keinen Cent. Seit der Versicherungsreform gilt dieses „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ nicht mehr. Nunmehr kommt es auf den Grad der groben Fahrlässigkeit an. Abhängig davon kann der Versicherer die Leistung in einem angemessenen Verhältnis kürzen. Entscheidend sind daher die konkreten Umstände des Einzelfalles einschließlich des (Fehl)Verhaltens des Versicherten. Und darüber lässt sich oft trefflich streiten.
Zwei Beispiele: Wer beim Einschalten des Backofens versehentlich auch ein Ceranfeld einschaltet und es dadurch zu einem Wohnungsbrand kommt, handelt nicht grob fahrlässig. Hier liege kein grob pflichtwidriges Verhalten vor, sondern allenfalls leichte Fahrlässigkeit - so entschieden vor kurzem die Gerichte. Anders ist die Situation, wenn ein Topf mit Fett auf einem eingeschalteten Herd ohne Aufsicht stehengelassen wird. Hier könnten den Versicherten nur besondere Umstände, wie eine Ablenkung durch die Verletzung eines Kindes im Kinderzimmer, entlasten.
Kurzum: Faktisch kommt es auf die Umstände an!

Schilderung des Schadensherganges
Die Umstände des Schadensfalles müssen umfassend geschildert werden, denn sie sind für die Schadensregulierung entscheidend. Deshalb kommt der Schadensanzeige besondere Bedeutung zu. Frau Rechtsanwältin Meister empfiehlt daher dringend: Von Anfang an – mit Beginn der Schadensmeldung - nur wohlüberlegte schriftliche Korrespondenz, mit Zugangsnachweis, an die Versicherung. Keine spontanen Telefonate!
Die Schilderung des Schadensherganges sollte ausführlich erfolgen. Dabei muss besonders darauf geachtet werden, dass der Bericht in sich schlüssig ist und den Schadenshergang nachvollziehbar darstellt. Bei späterer Korrespondenz immer darauf achten, nicht von der ursprünglichen Schilderung abzuweichen, um  der Versicherung keine Möglichkeit zu geben, den Eintritt oder genauen Hergang des Schadensfalls anzuzweifeln.

Unser Angebot: Kostenfreies telefonisches Fachanwaltsgespräch
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Unsere Fachanwältin für Versicherungsrecht, Frau Rechtsanwältin Jana Meister, bespricht Ihre Angelegenheit telefonisch mit Ihnen und sagt Ihnen, was wir für Sie tun können. Sie informiert Sie dabei auch über die Kosten der Rechtsverfolgung.

Ansprechpartner:
Jana Meister
Fachanwältin für Versicherungsrecht
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