Anlageberater von Banken und Sparkassen unter Druck – Oft werden Kundeninteressen den Geschäftsinteressen geopfert

25.02.20082000 Mal gelesen

Berlin, den 25.02.2008: Wenn wir über unsere Tätigkeit informieren, dann müssen wir immer wieder über die Falschberatung von Vermittlern und Anlageberatern verschiedenster Vertriebsunternehmen berichten. Doch nicht viel besser steht es um die Anlageberatung mancher Banken und Sparkassen. Die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ hat in einem ausführlichen Artikel vom 12.02.2008 ihre fragwürdigen Praktiken unter die Lupe genommen.

„Ich habe Sie betrogen“
- so lautet die Überschrift des Artikels im Handelsblatt. In vielen Filialen deutscher Banken und Sparkassen würden Zustände wie in einer Drückerkolonne herrschen. Unter Erfolgs- sprich Verkaufsdruck stehend bringen Mitarbeiter verschiedener Banken und Sparkasse z.T. hoch spekulative Produkte an ihre Kunden, die im Vertrauen auf die Seriosität des Finanzunternehmens und seiner Mitarbeiter ohne große Nachfrage „zugreifen“. Das Geld ist dann genauso wenig sicher wie die versprochene Rendite. Erfüllen die Berater ihre Verkaufsvorhaben nicht, so müssten sie - nach Recherchen des Handelsblattes - in vielen Geldinstituten um ihren Arbeitsplatz bangen.

Vertriebsziele bestimmen die Verkaufspolitik
Viele Privatkundenberater unterliegen mittlerweile einem ausgeklügelten System individueller Vertriebsziele. Das führt dazu, dass ein Anlagegespräch für die Kunden zu einem unkalkulierbaren Risiko wird. Begünstigt wird das „leichte Spiel“ der Anlageberater durch das immer noch weit verbreitete „blinde Vertrauen“ der Menschen in „ihre“ Bank und „ihren“ Kundenberater. Das führt dazu, dass viele darauf verzichten, sich Verträge durchzulesen, Renditen zu vergleichen oder sich bei verschiedenen Geldinstituten beraten zu lassen. So empfehlen Banken ihren Kunden, „neue gegen alte Aktien zu tauschen, auch wenn es gar nichts bringt; sie drehen den Kunden Zertifikate an, selbst wenn Fest- oder Termingelder sinnvoller wären; sie drängen zum Abschluss überflüssiger Versicherungen. Und all das nur, weil sie die Produkte aktuell noch verkaufen müssen oder der Bank hohe Provisionen winken.“

Falschberatungen nehmen zu
Nach Aussage einer Bankenexpertin der Verbraucherzentrale Hessen haben die Falschberatungen der Banken und Sparkassen in letzter Zeit zugenommen. Viele Banker würden offen sagen: „Wir müssen doch unsere Ziele erreichen.“ Doch die Ziele der Banken sind andere als die ihrer Kunden. In erster Linie müssen die Anlageberater Erträge für ihr Unternehmen erzielen. Wenn sie es schaffen, auch für den Kunden dabei eine vernünftige Anlage zu vermitteln, dann ist das schön. Doch entscheidend ist der Vorteil für das eigene Unternehmen. Entsprechend haben viele Mitarbeiter auch Vorgaben für jedes einzelne Produkt. Und erfahrungsgemäß werden zuerst die hauseigenen Produkte angeboten, die selten auch die für den Anleger optimalen Produkte sind. So orientiert sich die Kundenberatung vielfach daran, was die Bank verkaufen möchte, und nicht, was vorrangig dem Kunden dient.

Unser Rat
Immer, wenn Sie Ihr Geld anlegen wollen – ganz gleich wie und bei wem – stets ist Vorsicht geboten. Auch wenn Sie „Ihren“ „Ihrer“ Bank schon lange kennen und ihm vertrauen, verlassen Sie sich nicht blind auf sein Angebot. Prüfen Sie es in Ruhe, vergleichen Sie es mit Angeboten anderer Anbieter und dokumentieren Sie das Beratungsgespräch für sich.

Unser Angebot
Sollte später Ihre Geldanlage – entgegen den Zusicherungen des Anlageberater oder Anlagevermittlers – statt Gewinn nur Verluste schreiben, dann lassen Sie sich von Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten, um Schaden abzuwenden.
Wir prüfen für 50 Euro sowohl Ihre Ansprüche als auch die Erfolgsaussichten Ihres Falles und sagen Ihnen, welche Kosten bei einer außergerichtlichen oder gerichtlichen Auseinandersetzung auf Sie zukommen.