Darf ein bestehender Bausparvertrag einseitig durch die Bausparkase gekündigt weden?

19.10.20071231 Mal gelesen

Derzeit sind ca. 7.000 Verträge einer deutschen Bausparkasse davon betroffen, dass ihr bestehender und voll angesparter Bausparvertrag einseitig gekündigt worden ist. Hintergrund ist die hohe Verzinsung ( 5 %) die bei Vertragsabschluss von beiden Vertragspartnern verinbart worden ist. Aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen seit der neunziger Jahre, ist nun die Bausparkasse nicht mehr bereit diese Verträge, welche oftmals als Spareinlage von den Vertragspartnern genutzt worden sind (weil Ihnen dieses von den Anlageberatern empfohlen worden ist), weiter zu diesen Konditionen zu verzinsen. Aus diesem Grund hat sie sämtliche Verträge aus dieser Zeit gekündigt.

Rechtlich könnte dies jedoch Konsequenzen haben, da die Verträge eine einseitige Kündigung der Bausparverträge normalerweise nicht vorsehen. Betroffenen Kunden wird daher empfohlen ein Verfahren vor dem Ombudsmann anzustreben. Dessen Entscheidung ist bis zu einem Betrag von € 5.000,00 bindend. Als letzten Ausweg bleibt Kunden der Weg zu einem Zivilgericht. Entscheidend für etwaige Zivilverfahren dürften dann die Verträge und insbesondere die mündlichen und schriftlich Ausführungen bei der Anlageberatung sein.