Insolvenz der Hamburger Firma Navelar - Portal clever-hotels.com betroffen

22.09.2013544 Mal gelesen
Insolvenz der Hamburger Firma Navelar - Portal clever-hotels.com betroffen. Durch die Insolvenz der Hamburger Firma Navelar müssen viele Reise-Kunden damit rechnen, das Geld für die im Internet gebuchten Hotelaufenthalte nicht zurückzubekommen. Ansprüche sollten durch Anwalt angemeldet werden!

Durch die Insolvenz der Hamburger Firma Navelar müssen viele Reise-Kunden damit rechnen, das Geld für die im Internet gebuchten Hotelaufenthalte nicht zurückzubekommen. Auf der Internetseite clever-hotels.com wurden günstige Hotelangebote angepriesen. Die Seite wurde betrieben von der Hamburger Navelar GmbH. Die ist nun insolvent - und die Reisenden haben nun Probleme. .

Das Portal clever-hotels.com war nur ein Mittler zwischen den Buchenden und Hotelgroßhändlern, über welche die "Schnäppchen" zustande kamen.

Von dieser Art Vermittlungsportalen gibt es viele im Internet. Als jedoch die bevorstehende Insolvenz bekannt wurde, haben die Großkunden die Buchungen bei den Hotels storniert, da sie fürchteten, von Navelar nicht bezahlt zu werden.

Den Schaden tragen aber die Reisenden. Im Internet beschweren sich jetzt die empörten User des Portals. Manche von ihnen erschienen bei dem gebuchten Hotel, nur um herauszufinden, dass ihre Buchung storniert war. Sie mussten also ein zweites Mal bezahlen.

Dietmar Penzlin, der vorläufige Insolvenzverwalter des Unternehmens, schätzt, dass etwa 50.000 Menschen von der Firmenpleite betroffen sind.

Auf der Webseite von Navelar heißt es, dass alle Buchungen der Navelar GmbH storniert sind.  Wenn bei allen dieser Kunden die Hotelbuchung storniert wurde, könnte sich der Gesamtschaden auf rund 15 Millionen Euro belaufen.

clever-hotels.com warb mit Schnäppchen-Angeboten für Hotelbesuche - nun wurden alle Buchungen storniert. Die Firma Navelar residiert am noblen Ballindamm 13, in bester Lage in Hamburg. Details zu dem Unternehmen sind bisher sehr undurchsichtig.

Navelar soll seit 2007 existieren - mehr ist nicht bekannt. Gegen Geschäftsführer Marcel H. ermittelt die Staatsanwaltschaft Hamburg nun wegen Insolvenzver-schleppung und Betrug.

Über Preisvergleich-Seiten wie die Expedia-Tochter "Trivago" verbreitete clever-hotels seine Angebote. Mithilfe von teuer eingekauften Google AdWords platzier-ten sie sich in den Ergebnislisten von Suchmaschinen weit oben. Dadurch ließen sich viele Kunden anlocken. Und an ihrem finanziellen Schaden sind die Internet-Bucher selbst auch nicht ganz unschuldig: Die meisten Menschen buchen ihre Urlaube vermehrt über billige Angebote im Internet. Daran ist generell nichts auszusetzen, doch viele informieren sich nicht sehr gut über die damit verbundenen Risiken.

Besonders Vorauszahlungen sind gefährlich, da sie in solchen Fällen schwer zurückzubekommen sind. Reisesicherungsscheine, die einen vor den Folgen einer Insolvenz schützen, sind nur für Veranstalter von Pauschalreisen vorge-schrieben.

Kunden von Navelar sollten sich von einem Anwalt über ihre Rechte beraten lassen und wie sie im Insolvenzverfahren ihre Ansprüche anmelden können.