Das Reiserecht bei Kreuzfahrten - Tabelle mit 215 Beispielfällen erscheinen Neues EU-Rechte ab 2012

Das Reiserecht bei Kreuzfahrten - Tabelle mit 215 Beispielfällen erscheinen Neues EU-Rechte ab 2012
06.01.2013844 Mal gelesen
Das Reiserecht bei Kreuzfahrten - Tabelle mit 215 Beispielfällen erschienen bei Verlag Dr. Otto Schmidt KG; Neues EU Recht ab 2012

Das Reiserecht bei Kreuzfahrten - Tabelle mit 215 Beispielfällen erscheinen bei Dr. Otto Schmidt KG

Kreuzfahrten sind besondere Urlaube – mit besonderen Tücken. Einen umfangreichen Überblick zu typischen Problemen an Bord gibt die Anfang November erschienene „Würzburger Tabelle zum Reiserecht bei Kreuzfahrten“ des Würzburger Rechtsanwalts Kay Rodegra. .

Die Übersicht bündelt rund 215 Beispielfälle, nennt die dazugehörigen Urteile und zeigt an, ob und in welcher Höhe der Reisepreis gemindert werden durfte.

Die Bandbreite reicht von Pannen bei der Anreise zum Schiff über die Ausstattung der Kabine bis zu Wind, Wetter, Unfällen an Bord und missglückten Landgängen.  Wegen des Kreuzfahrtenboobs hat sich die Rechtsprechung in jüngster Zeit viel mit Reisemängeln bei Kreuzfahrten befasst und dabei Maßstäbe festgelegt, die bei der Beurteilung typischer Fälle helfen könnten.

Neue Fahrgastrechte ab 2012

Das Europäische Parlament hat neue Regelungen für Fahrgäste im Schiffsverkehr beschlossen. Davon profitieren die EU-Bürger ab dem Jahre 2012; ausgenommen sind Flussfähren, historische Schiffe und solche mit weniger als zwölf Passagieren.

  • Bei Verspätungen der Abfahrt um mehr als 90 Minuten haben die Fahrgäste Anspruch auf Erstattung des Fahrpreises in voller Höhe sowie Rücktransport an den Heimatort oder Beförderung zum Reiseziel auf andere Weise. Der Reiseanbieter muss zudem für eine kleine Mahlzeit und Getränke sorgen und bis zu drei Übernachtungen für höchstens 80 Euro bezahlen, wenn das Schiff verspätet abfährt.
  • Bei Verspätung des Schiffes am Zielort ist ein Teil des Fahrpreises zu erstatten, wenn diese nicht durch schlechtes Wetter oder außergewöhnliche Ereignisse bedingt war.
  • Den Fahrpreis mit Gutscheinen zu erstatten, ist nur mit Einverständnis des Fahrgastes möglich.
  • Personen mit eingeschränkter Mobilität dürfen die Reisen nicht mehr verweigert werden. Der Reiseveranstalter muss allerdings bis 48 Stunden vor Reisebeginn über etwaige Handicaps von Mitreisenden informiert werden, damit alle notwendigen Hilfen bereitstehen können.
  • Bei Gepäckverlust oder Beschädigung soll eine Entschädigung von bis zu 1.800 Euro möglich sein.
  • Bei Unfällen haften die Reiseunternehmen uneingeschränkt für Verletzungen und Todesfälle.
 

Quelle: Silke Zorn - Tagesspiegel vom 6.1.2013, MDR Nr. 21 vom Verlag Dr. Otto Schmidt KG