Laute Nachbarn: Wann dürfen Sie die Miete senken und wieviel?

15.10.2013505 Mal gelesen
Laute Nachbarn: Wann dürfen Sie die Miete senken und wieviel? Partys sind meistens laut und nerven häufig Nachbarn - die können mitunter eine Mietminderung durchsetzen. Wichtig ist das Lärmprotokoll!

Partys sind meist laut und nerven die Nachbarn.  Laute Partys, Kinder beim Flötenunterricht oder hemmungsloses Gestöhne beim Sex: Wer sich durch Nachbars Lärm regelmäßig gestört fühlt, kann seine Miete senken. Das sieht das deutsche Mietrecht vor. Die eigene Wohnung ist durch laute Nachbarn dann nur eingeschränkt nutzbar. Daher könne die Miete gekürzt werden.

Wichtig für Lärmopfer: Ein Lärmprotokoll hilft beim Nachweis der andauernden Belästigung. Geräusche müssen akzeptiert werden Zwar kann keine Wohnung geräuschlos genutzt werden, aber es gilt u.a. die Hausordnung.

Deshalb müssten Mieter Geräusche in einem gewissen Maß akzeptieren. Kinder etwa dürften in der Nachbarwohnung auch mal laut sein. Grundsätzlich sind Mieter in einem Mietshaus aber immer verpflichtet, Rücksicht zu nehmen. Daher müssten sich Mieter nicht alles gefallen lassen:

Zwischen 22.00 Uhr und 7.00 Uhr gilt Nachtruhe! Dann ist  auch ein lauter Fernseher aus der Nachbarwohnung nicht mehr akzeptabel. Sind Nachbarn immer wieder laut, sollten Betroffene zuerst mit ihnen sprechen. Hilft das nichts, sollte der Vermieter informiert werden, damit sich dieser mit den lauten Mitbewohnern in Verbindung setzen kann. Dafür brauche der Vermieter aber einen Nachweis über die Lämbelästigung.

Hier kommt das Lärmprotokoll ins Spiel. Darin sollten Betroffene jeweils die Lärmquelle und die Uhrzeit festhalten. Im Idealfall hat auch ein anderer Nachbar dem Lärm gehört. Das Lärmprotokoll ist wichtig für die Mietminderung Das Lärmprotokoll sei auch Voraussetzung für eine Mietminderung. Dafür sei es ratsam, das Protokoll zunächst vier Wochen lang zu führen. Die Minderung müsse dem Vermieter dann angekündigt werden.

Die Höhe der Kürzung hänge vom Ausmaß der Beeinträchtigung ab. Wenn Nachbarn zum Beispiel jeden Abend bis Mitternacht den Fernseher laut stellen, könne die Miete um drei bis fünf Prozent gekürzt werden. Zudem sollte das Protokoll solange weitergeführt werden, wie die Miete gemindert wird, damit die Belästigung auch weiter nachgewiesen werden könne. Von einer Lärmmessung durch einen Gutachter ist wegen der Kosten abzuraten. Die Kosten dafür müssten Mieter in der Regel selbst übernehmen. Zudem sei nicht sichergestellt, dass damit auch tatsächlich die störenden Geräuschquellen erfasst werden: 

Wenn sie nicht weiterkommen hilft nur der Anwalt! Der kennt sich mit dem Problem aus!