Abmahnung Waldorf Rechtsanwälte - Verlagsgruppe Lübbe und DHV der Hörverlag

29.04.20101947 Mal gelesen
Auch Unternehmen aus dem Verlagswesen, wie bspw. die Verlagsgruppe Lübbe oder der DHV Verlag, schalten zunehmend Anwälte ein, um die Verletzung ihrer Urheberrechte durch das Anbieten ihrer Werke in sog. Internettauschbörsen zu verfolgen. Zur Durchsetzung ihrer Interessen haben sie die Kanzlei Waldorf eingeschaltet, die mittels einer Abmahnung die sog. Unterlassungsansprüche verfolgt.
 
In dieser Abmahnung wird den Internetnutzern ein Verstoß gegen Urheberrechte von Lübbe bzw. DHV vorgeworfen. Was viele Nutzer von Tauschbörsen nicht wissen: das Anbieten von Musikstücken, Hörbüchern etc. stellt die eigentliche Urherberrechtsverletzung dar. Lädt man bei einer nach dem p2p-Prinzip arbeitenden Tauschbörse (z.B. BitTorrent, eMule, eDonkey) Daten herunter, stellt man im selben Moment den anderen Nutzern dieser Tauschbörse diese Daten wiederum zum Download zur Verfügung. Viele Internetnutzer begehen so eine Urheberrechtsverletzung, ohne sich dessen bewusst zu sein.
 
In der Abmahnung wird von den Nutzern zweierlei verlangt: die Unterzeichnung einer vorgefertigten Unterlassungserklärung, worauf die Rechtsinhaber einen Anspruch zu haben vorgeben, sowie die Zahlung eines zwischen ca. EUR 600,00 und ca. EUR 900,00 liegenden Betrages binnen einer relativ kurz bemessenen Frist (etwa 1   Wochen).
 
Hier gilt nun folgendes: haben Sie eine entsprechende Abmahnung der Kanzlei Waldorf erhalten, sollten Sie keinesfalls die Ihnen gesetzte Frist tatenlos verstreichen lassen. Sie könnten sich damit einem gerichtlichen Verfahren aussetzen, welches mit erheblichen rechtlichen Risiken verbunden ist und leicht zu Kosten von einigen tausend Euro führen kann.
 
Ebenso ist aber davon abzuraten, den Zahlungs- und Unterzeichnungsaufforderung unbesehen nachzukommen. Zwar stimmt es, dass der Rechtsinhaber im Falle einer Urheberrechtsverletzung einen Anspruch auf Abgabe einer Unterlassungserklärung hat. Jedoch ist es falsch, dass der Anspruch sich auch gerade auf die Ihnen vorgesetzte Erklärung bezieht. Die Ihrem Schreiben beigefügte Erklärung der Kanzlei Waldorf ist so gefasst, dass der Inhalt ziemlich einseitig zu Gunsten der von ihnen vertretenen Unternehmen ist. Eine vorbehaltlose Unterzeichnung würde sämtliche dort beschriebenen Ansprüche anerkennen und könnte unter Umständen ruinöse Folgen haben.
 
Hier sollten Sie kein Risiko eingehen. Wenden Sie sich an uns, eine auf dem Gebiet der Filesharing-Abmahnungen versierte Kanzlei. In vielen Fällen ergibt eine Prüfung des Einzelfalles unter Berücksichtigung seiner individuellen Umstände nämlich, dass der von Ihnen geforderte Betrag überzogen ist und bei entsprechender Argumentation abgewandt werden kann. An dieser Stelle kann unter Umständen § 97 a Abs. 2 UrhG Anwendung finden, der besagt:

"Der Ersatz der erforderlichen Aufwendungen für die Inanspruchnahme anwaltlicher Dienstleistungen für die erstmalige Abmahnung beschränkt sich in einfach gelagerten Fällen mit einer nur unerheblichen Rechtsverletzung außerhalb des geschäftlichen Verkehrs auf 100 Euro."
 
Ebenso helfen wir Ihnen eine auf Ihren Fall zugeschnittene modifizierte Unterlassungserklärung zu erarbeiten, welche den rechtlichen Anforderungen genügt und ihre Rechtsposition schützt.
 
 
Hier finden Sie mehr zum Thema Abmahnung.
 
 
 
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