Medienriese gegen Sharehoster: Löschung von Dateien verlangt, ohne selbst Urheberrechte zu haben?

15.11.2011246 Mal gelesen
Warner vs. Hotfile - missbräuchliche Löschungsanfragen?

In der Auseinandersetzung zwischen dem Sharehoster Hotfile und WARNER hat der Medienkonzern vor einem Gericht in Florida offenbar eingeräumt, die Löschung von Dateien verlangt zu haben, ohne in allen Fällen über die erforderlichen Urheberrechte zu verfügen. Dies berichtet das Newsportal heise.de am heutigen Dienstag. Hotfile hatte WARNER wegen den vermeintlich missbräuchlichen Löschungsanfragen auf Schadensersatz verklagt.

 Zur Ermittlung urheberrechtsverletzender Inhalte hatte Hotfile WARNER eigens einen so genannten "Special Right Holders Account" eingerichtet. Der Download jeder verdächtigen Datei war WARNER aber offenbar zu mühsam: man habe stattdessen auf einen automatischen Filter vertraut, ohne die Treffer manuell zu überprüfen. WARNER musste bei jeder Löschungsanfrage explizit versichern, selbst Rechte an dem Werk inne zu haben oder vom Rechteinhaber beauftragt zu sein. Dies war wohl nicht immer der Fall.

 Hintergrund des Streits ist eine Klage der Organisation der amerikanischen Filmproduzenten und -verleiher MPAA, der sich neben WARNER auch Fox, Universal und Sony angeschlossen hatten. Hotfile wurde vorgeworfen, durch seinen Service direkt oder indirekt an Urheberrechtsverletzungen beteiligt zu sein.

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