Private Kreditnehmer in vorteilhafter Position

Private Kreditnehmer in vorteilhafter Position
29.08.2016215 Mal gelesen
Noch immer befinden sich viele Verbraucher in der Lage, ihre Verbraucherdarlehen ewig zu widerrufen. Unsere Kanzlei Werdermann I von Rüden steht Ihnen hierbei mit wertvollen Tipps und Ratschlägen zur Seite.

Verbraucherdarlehen noch immer ewig widerrufbar

Viele Verbraucher können sich in diesen Tagen weiterhin glücklich schätzen, denn obwohl das "ewige " Widerrufsbrecht seit dem 21. Juni 2016 erheblich eingeschränkt worden ist, sind viele Altdarlehen weiterhin "ewig" widerrufbar. Hintergrund der Einschränkung des Widerrufrechtes des eigentlich schutzwürdigen Verbrauchers ist das Streben der Kreditinstitute nach mehr Rechtssicherheit. Aufgrund der Gesetzesnovelle, sind seit dem 21. Juni 2016 alle Verbraucherdarlehensverträge, die zwischen den Jahren 2002 und 2010 aufgenommen worden sind, unter keinen Umständen mehr widerrufbar. Alle ab dem März 2016 geschlossenen Verträge,  unterliegen einer absoluten Widerrufsfrist von einem Jahr und 14 Tagen. Anders sieht es jedoch für Verträge aus, die zwischen den beiden genannten Zeiträumen zwischen einem Verbraucher und einem Kreditinstitut zustande gekommen sind. Solche Verträge sind von der Gesetzesnovelle nicht erfasst, und können demnach noch uneingeschränkt "ewig" widerrufen werden. Zwingende Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das in den Vertragsschluss eingebundene Kreditinstitut gegenüber dem Verbraucher eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung verwendet. In einem solchen Fall beginnt die normalerweise geltende 14-tätgige Widerrufsfrist für den Verbraucher nie an zu laufen. Der Verbraucher kann sein Widerrufsrecht demnach noch Jahre nach dem Vertragsschluss ausüben.

 Widerruf von Altdarlehen birgt enorme Ersparnisse

 Kreditnehmer können durch den Widerruf enorm Geld sparen. Das „ewige“ Widerrufsrecht könnte für den widerrufenden Kunden demnach sprichwörtlich zu einem „Widerrufsjoker“ werden. Das liegt zum einem an den aktuell besonders niedrigen Zinssätzen. Um von diesen zu profitieren, muss der Verbraucher regelmäßig eine Umschuldung vornehmen. Bei einer frühzeitigen Loslösung von einem Darlehensvertrag - unter anderem durch eine Kündigung - wird jedoch die Zahlung einer sog. Vorfälligkeitsentschädigung durch den Darlehensnehmer an den Darlehensgeber fällig. Im Gegensatz zum Kündigungsfall wird diese Zahlung aber nicht fällig, wenn der Vertrag widerrufen und rückabgewickelt wird. Das liegt daran, dass das vorherige Schuldverhältnis sich dann zu einem Rückgewährschuldverhältnis umwandelt und alle Rechte und Pflichten aus dem Darlehensvertrag erlöschen. Normalerwiese ist die Vorfälligkeitsentschädigung so hoch, dass der eine Umschuldung sich für den Verbraucher nicht lohnt. Auf diese Art und Weise können Verbraucher ganz einfach und effizient umschulden, und haben dabei die Möglichkeit, massiv Geld zu sparen.

 Kreditinstitute nutzen oftmals unpräzise Widerrufsbelehrungen

 Sehr viele Kreditinstitute belehren die Verbraucher nicht umfassend und unmissverständlich über den Beginn seines 14- tägigen Widerrufsrechts. An Hand der Formulierung "die Frist beginnt frühestens" kann der Kunde als juristischer Laie nicht eindeutig ermitteln, wann die Frist für den ihn zustehenden Widerruf zu laufen beginnt. Überdies wird dem Kreditnehmer von den Kreditinstituten häufig verschwiegen, innerhalb welcher Fristen etwaige Rückgewähransprüche auszugleichen sind. Diese Angabe ist für den Verbraucher und der Ausübung seines Widerrufsrechts jedoch von wesentlicher Bedeutung, da der Verbraucher nur so seine finanziellen Verhältnisse hinreichend planen kann. Des Weiteren wird häufig die gesetzlich vorgeschriebene optische Gestaltung der Widerrufsbelehrung nicht eingehalten. So wird bspw. die Hauptüberschrift der Widerrufsbelehrung in den übrigen Vertragstext integriert und nicht in ausreichender Weise optisch hervorgehoben. Dies führt dazu, dass der Verbraucher die Belehrung zwischen dem übrigen Vertragstext und Kleingedruckten nicht in angemessener Art und Weise wahr nimmt. Die aufgezeigten Mängel stellen einen Verstoß gegen das gesetzliche Deutlichkeitsverbot dar.

Kontaktieren Sie noch heute unsere Kanzlei Werdermann I von Rüden und lassen Sie eine kostenlose Erstberatung durchführen!

Auch wenn die Widerrufsbelehrung schon auf den ersten Blick fehlerhaft zu sein scheint, wird die Mandatierung eines Anwaltes dem betroffenen Kunden dringlichst empfohlen! Denn nur so kann gewährleistet werden, dass Sie möglichst effektiv ihr gewünschtes Ziel erreichen. Unsere Anwälte können aufgrund Ihrer langjährigen Erfahrungen auf einen enormen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Zum besonderen Service der Kanzlei gehört außerdem die kostenlose Erstberatung und -prüfung der Vertragsunterlagen auf Fehler hin. Weitere Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link: https://www.wvr-law.de/widerruf-immobilienkredit-ohne-vorfaelligkeitsentschaedigung

 Ihre Vorteile nach Inanspruchnahme unserer kostenlosen Ersteinschätzung:

  1. Sie wissen, ob Ihre Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist.
  2. Wir sagen Ihnen, wie die Gerichte gerade zu Ihrem Fall entscheiden.
  3. Wir nennen Ihnen Ihr Einsparpotenzial beim Widerruf.
  4. Wir sagen Ihnen, was die Rechtsdurchsetzung kostet.
  5. Wir sagen Ihnen wie lange es dauert, bis Sie aus dem Vertrag herauskommen.

Kurz: Sie wissen, was Ihnen zusteht und was es kostet!