Gesetz hat Widerrufsjoker doch nicht abgeschafft!

Gesetz hat Widerrufsjoker doch nicht abgeschafft!
13.08.2016250 Mal gelesen
Weiterhin befinden sich viele Verbraucher in der für sie vorteilhaften Position, den Widerrufsjoker einzusetzen! Damit auch Sie diesen möglichst erfolgreich ausspielen können, kontaktieren Sie die erfahrenen Anwälte unserer Kanzlei Werdermann I von Rüden!

Viele Altdarlehen noch "ewig" widerrufbar!

 Auch wenn das "ewige" Widerrufsrecht von Verbrauchern durch eine Gesetzesänderung seit dem 21. Juni 2016 enorm eingeschränkt worden ist, befinden sich weiterhin viele Verbraucher in der Lage, ihr Altdarlehen noch viele Jahre nach dessen Zustandekommen zu widerrufen. Dafür zwingend notwendig ist der Gebrauch einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung seitens des in den jeweiligen Vertragsschluss involvierten Kreditinstitutes. Bei der fehlerhaften Belehrung eines Verbrauchers fängt die gesetzliche Widerrufsfrist von 14 Tagen nicht an zu laufen. Demnach kann der Verbraucher auch noch Jahre nach Vertragsschluss den Vertrag widerrufen. Zudem muss sich der Vertragsschluß in einem nicht von der Anfang des Jahres in Kraft getretenen Gesetzesänderung erfassten Zeitpunkt befinden. Von der Gesetzesnovelle sind alle Altdarlehen, die zwischen Mitte 2010 und März 2016 aufgenommen wurden, nicht erfasst. Alle Kreditverträge, die zwischen 2002 und Mitte 2010 abgeschlossen worden sind, sind am 21. Juni 2016 letztmalig ewig widerrufen worden. Alle Verbraucherdarlehensverträge, die ab dem März 2016 zustande gekommen sind, unterfallen nunmehr grundsätzlich einer absoluten Widerrufsfrist von einem Jahr und 14 Tagen.

Altdarlehen widerrufen - Geld sparen

 Der Widerruf von Altdarlehen, verbirgt für den Verbraucher die Möglichkeit, sehr viel Geld zu sparen. Nach der Ausübung des Widerrufes ergibt sich als unmittelbare Rechtsfolge die Rückabwicklung des betroffenen Darlehensvertrages. Das bedeutet, dass sich beide - in den Vertragsschluss involvierte - Partien gegenseitig alles, was diese innerhalb des Vertragsverhältnisses geleistet haben, zurückerstatten. Demnach erhält die Bank die vollständige Darlehenssumme zurück, während dem Kunden die gezahlten Raten und Zinsen zustehen. Um den aus dem Rückgewährschuldverhältnis entstehenden Pflichten nachzukommen, muss der Verbraucher in den meisten Fällen nun ein neues Darlehen aufnehmen, also eine klassische Umschuldung vornehmen. Der Vorteil der Umschuldung lässt sich an zweierlei Faktoren festmachen: Zum einem ist die sog. Vorfälligkeitsentschädigung, die regelmäßig bei Kündigungen anfällt, nicht zu zahlen. Diese macht eine Umschuldung in anderen Fällen regelmäßig wirtschaftlich sinnlos. Entfällt sie aber, können Verbraucher durch einen Wechsel auf einen neuen Kredit mit den heutzutage besonders niedrigen Zinsen sehr viel Geld sparen. Dieses Konstrukt wird im Volksmund auch als „Widerrufsjoker“ bezeichnet.

Experten vermuten viele weitere fehlerhafte Widerrufsbelehrungen

Nach der Vermutung vieler Experten wurden auch innerhalb der Jahre 2010 und 2016 viele fehlerhafte Widerrufsbelehrungen verwendet. Das liegt daran ,dass viele Kreditinstitute Zeit benötigt haben, um die im Jahr 2010 vorgegebenen gesetzlichen Vorgaben umzusetzen. Demnach haben viele Kreditinstitute innerhalb der letzten Jahre gegen das gesetzliche Deutlichkeitsgebot verstoßen, welches ein Ausfluss aus § 355 Abs. 2 a.F. BGB darstellt. Das gesetzliche Deutlichkeitsgebot besagt, dass Verbraucher grundsätzlich eindeutig, vollständig und präzise über das ihnen zustehende Widerrufsrecht belehrt werden muss. Wird dieser Grundsatz von dem Kreditinstitut ignoriert, so sind die verwendeten Widerrufsbelehrungen fehlerhaft. In der Vergangenheit machen viele Kreditinstitute insbesondere folgenden Fehler: Der Verbraucher wurde häufig in dem Verbraucherdarlehensvertrag über den Fristbeginn folgendermaßen informiert. " Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung". Nach inzwischen gefestigter und höchstrichterlicher Rechtsprechung des BGH ist diese Belehrung nicht umfassend genug, denn der Verbraucher wird über die weiteren Umstände, die für den Beginn der Widerrufsfrist maßgeblich sind, nicht aufgeklärt. Der Verbraucher kann denn Beginn der Widerrufsfrist anhand dieser Formulierung nicht eindeutig bestimmen. Nach Auffassung der Rechtsprechung soll der Verbraucher nicht nur von dem Widerrufsrecht Kenntnis erlangen, sondern er soll auch in die Lage versetzt werden, dies auszuüben. Dies wird dem Verbraucher jedoch durch diese Formulierung gerade nicht ermöglicht.

Anwälte der Kanzlei Werdermann | von Rüden bieten äußerst professionellen Service

Die Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet Verbrauchern, die einen Immobiliendarlehensvertrag abgeschlossen haben, auch nach dem 21.06.2016 als besonderen Service eine kostenlose Erstberatung, wenn diese über einen Widerruf ihres Darlehensvertrages nachdenken. Die insbesondere auf den Bereich des Widerrufes von Verbraucherdarlehen spezialisierten Anwälte erarbeiten Ihnen einen individuellen, auf den jeweiligen Fall abgestimmten Lösungsvorschlag.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.wvr-law.de/widerruf-immobilienkredit-ohne-vorfaelligkeitsentschaedigung

 Ihre Vorteile nach Inanspruchnahme unserer kostenlosen Ersteinschätzung:

  1. Sie wissen, ob Ihre Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist.
  2. Wir sagen Ihnen, wie die Gerichte gerade zu Ihrem Fall entscheiden.
  3. Wir nennen Ihnen Ihr Einsparpotential beim Widerruf.
  4. Wir sagen Ihnen, was die Rechtsdurchsetzung kostet.
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Kurz: Sie wissen, was Ihnen zusteht und was es kostet!