Widerrufsjoker kann weiterhin eingesetzt werden!

Widerrufsjoker kann weiterhin eingesetzt werden!
24.07.2016238 Mal gelesen
Verbraucher befinden sich trotz einer küzlich in Kraft getretenen Gesetzesänderung in bestimmten Fällen immernoch in einem rechtlichen Vorteil gegenüber den Kreditinstituten. Um den Widerruf erfolgreich auszuüben, mandatieren Sie die erfahrenen Anwälte unserer Kanzlei Werdermann I von Rüden.

Banken sind in Sachen Widerrufsjoker nicht vollumfänglich geschützt

Aufgrund einer Anfang dieses Jahres in Kraft getretenen Gesetzesänderung, sollte es auf Seiten der Banken und Sparkassen bundesweit zu erheblichen Vorteilen kommen. Hintergrund dessen ist, dass wohl der Gesetzgeber bei den Forderungen der Banklobbyisten nach mehr Rechtssicherheit eingeknickt ist. Die verabschiedete Gesetzesänderung enthält eine Regelung, die den "ewigen" Widerruf von zwischen 2002 und 2010 geschlossenen Verbraucherdarlehensverträgen nunmehr seit dem 21.06.2016 gänzlich unmöglich macht. Jedoch wurden zum Entsetzen der Kreditinstitute nicht diejenigen Verträge von der Gesetzesänderung einbezogen, die zwischen Juni 2010 und März 2016 geschlossen worden sind. Diese Kreditverträge sind noch heute, soweit sie eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung enthalten, von den jeweils betroffenen Kreditnehmern "ewig" widerrufbar. Sämtliche Verträge, die nach diesem Zeitpunkt zwischen Verbrauchen und Kreditinstituten zustande gekommen sind, sowie eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung enthalten, unterfallen neuerdings einer absoluten Widerrufsfrist von einem Jahr und 14 Tagen.

Widerruf birgt unverhoffte und lukrative Einsparmöglichkeiten

Der Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrag kann auf Seiten des Verbrauchers zu sehr lukrativen Geldeinsparungen führen und wird demnach im Volksmund unter anderem auch als "Widerrufsjoker" bezeichnet. Diese Vorteile ergeben sich aus der Verknüpfung zweier sich für den Verbraucher als besonders praktisch darstellenden Komponenten: Zum einem wird der Verbraucher im Falle des Widerrufes zum einen nicht durch das betroffene Kreditinstitut zur Zahlung der sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung aufgefordert. Ein Kreditinstitut kann diese nur dann erheben, wenn der Verbraucher den Darlehensvertrag frühzeitig kündigt. Die Vorfälligkeitsentschädigung soll die Kompensierung der durch die Kündigung ausgefallenen Leistungen führen. Da der fällige Betrag normalerweise sehr hoch ist, ist eine frühzeitige Kündigung für den Verbraucher normalerweise wirtschaftlich sinnlos. Diese ist jedoch bei einem Widerruf nicht gerade zu zahlen und macht eine Umschuldung für den Verbraucher sehr viel attraktiver. Durch die Kombination mit den heutzutage historisch tiefen Zinsen kann es so zu Einsparungen im fünfstelligen Bereich seitens des Verbrauchers kommen.

Häufige Ungenauigkeiten bei Belehrung über den Beginn der Widerrufsfrist

Die Kreditinstitute haben bundesweit in ihren Widerrufsbelehrungen tausende Male gegen das sog. gesetzlich implizierte Deutlichkeitsgebot, welches ein Ausfluss aus § 355 Abs. 2 BGB a.F. darstellt, verstossen. Dieses gesetzlich festgelegte Prinzip besagt, dass Verbraucher grundsätzlich eindeutig und unmissverständlich und vollständig über das ihnen zustehende Widerrufsrecht belehrt werden muss. Verstösst das belehrende Kreditinstitut gegen diesen Grundsatz, dann ist die verwendete Widerrufsbelehrung fehlerhaft. Besonders häufig machten sämtliche Kreditinstitute folgenden Fehler: Der Verbraucher wurde häufig in dem Verbraucherdarlehensvertrag über den Fristbeginn wie folgt informiert. " Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung". Nach inzwischen höchstrichterlicher Rechtsprechung ist diese Belehrung nicht umfassend genug, denn der Verbraucher wird über die weiteren Umstände, die für den Beginn der Widerrufsfrist maßgeblich sind, im Unklaren gelassen. Der Verbraucher kann denn Beginn der Widerrufsfrist demnach nicht eindeutig bestimmen. Nach Auffassung der Rechtsprechung soll der Verbraucher nicht nur von dem Widerrufsrecht Kenntnis erlangen, sondern er soll auch in die Lage versetzt werden, dies auszuüben. Dies wird dem Verbraucher jedoch durch diese Formulierung gerade nicht ermöglicht. Eine solche Widerrufsbelehrung verstösst demnach gegen das Deutlichkeitsgebot.

Anwälte der Kanzlei Werdermann | von Rüden bieten kostenlose Erstberatung für sämtliche Kreditnehmer

Die Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet Verbrauchern, die einen Immobiliendarlehensvertrag abgeschlossen haben, auch nach dem 21.06.2016 als besonderen Service eine kostenlose Erstberatung, wenn diese über einen Widerruf ihres Darlehensvertrages nachdenken. Die auf den Bereich des Widerrufes spezialisierten Anwälte erarbeiten Ihnen einen passgenauen, und auf den jeweiligen Fall abgestimmten Lösungsvorschlag. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.wvr-law.de/widerruf-immobilienkredit-ohne-vorfaelligkeitsentschaedigung

 Ihre Vorteile nach Inanspruchnahme unserer kostenlosen Ersteinschätzung:

  1. Sie wissen, ob Ihre Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist.
  2. Wir sagen Ihnen, wie die Gerichte gerade zu Ihrem Fall entscheiden.
  3. Wir nennen Ihnen Ihr Einsparpotential beim Widerruf.
  4. Wir sagen Ihnen, was die Rechtsdurchsetzung kostet.
  5. Wir sagen Ihnen, wie lange es dauert, bis Sie aus dem Vertrag herauskommen.

Kurz: Sie wissen, was Ihnen zusteht und was es kostet!