Der "Widerrufsjoker" ist auch heute noch ausübbar!

Der "Widerrufsjoker" ist auch heute noch ausübbar!
18.07.2016173 Mal gelesen
Nach Schätzungen vieler Experten, haben viele Verbraucher noch heute die Möglichkeit, den "Widerrufsjoker" auszuüben, und dadurch Geld zu sparen! Kontaktieren Sie noch heute unsere auf diesem Gebiet renommierte Kanzlei Werdermann I von Rüden, um Ihr Recht erfolgreich durchzusetzen!

Verbraucher können "Widerrufsjoker" noch heute ausspielen

Der 21. Juni diesen Jahres sollte für sämtliche Banken und Sparkasse ein Tag zum durchatmen werden. Das liegt daran, dass die Widerrufsfrist alle zwischen November 2002 und 10. Juni 2010 vereinbarten Verträge an diesem Tag abgelaufen sind. Damit sollte der langjährigen Ungewissheit der Kreditinstitute bundesweit ein Ende gesetzt werden. Doch wer denkt, dass das Thema "Widerrufsjoker" seit diesem Tag nun endgültig vom Tisch ist, der irrt sich. Denn von der Anfang des Jahres von der großen Koalition verabschiedeten Gesetzesänderung sind jene Verbraucherdarlehensverträge, die zwischen dem 10.6.2010 und dem 20.3.2016 geschlossen worden sind, nicht erfasst. Aufgrund der Gesetzesänderung fallen aber alle zu einem späteren Zeitpunkt abgeschlossenen Darlehensverträge einer absoluten Frist von einem Jahr und 14 Tagen. Jedoch sind die in dem oben erwähnten Zeitraum abgeschlossenen Verträge noch heute "ewig" - widerrufbar. Experten gehen davon aus, dass die Kreditinstitute auch in diesem Zeitraum mehrfach fehlerhafte Widerrufsbelehrungen genutzt haben. Ein Indiz für diese Vermutung ist eine Gerichtsentscheidung des OLG München aus dem Jahr 2015, die sich mit Immobiliendarlehensverträgen aus den Jahren 2011 und 2012 auseinandergesetzt hat. Das OLG München hat entschieden, dass die strittigen Widerrufsbelehrungen fehlerhaft sind. Nach Schätzungen von Experten in diesem Gebiet befinden sich noch heute tausende Verbraucher sämtlicher Kreditinstitute in einer unverhofft vorteilhaften Situation.

 "Widerrufsjoker" kann zu unverhofften Ersparnissen führen

Doch worin liegen eigentlich die Vorteile eines Widerrufes für den Verbraucher? Durch die heutzutage für den Verbraucher besonders vorteilhafte Kombination zweier Komponenten, könnte der Verbraucher durch die Ausübung des Widerrufes massiv Geld sparen. Dabei könnte der widerrufende Verbraucher Beträge im fünfstelligen Bereich sparen. Dies ist zum einem durch Wegfall der sog. Vorfälligkeitsentschädigungmöglich. Banken und Sparkassen dürfen diese bundesweit lediglich bei der Ausübung einer frühzeitigen Kündigung verlangen - nicht jedoch im Falle eines Widerrufes. Dabei handelt es sich im Regelfall um sehr hohe Beträge, weswegen eine Umschuldung durch eine Kündigung für den Verbraucher wirtschaftlich regelmäßig keinen Sinn machen dürfte. Da dieser Anspruch seitens der Kreditinstitute jedoch nicht im Falle eines Widerrufes besteht, wird somit der Weg zu einer günstigen Umschuldung freigemacht. Die Attraktivität erhöht sich massiv durch die zweite Komponente, nämlich den heute historisch niedrigen Zinssatz. Bei dem im Abschluss eines neuen Kreditivertrages werden nämlich die tagesaktuellen Zinssätze fällig - diese sind heutzutage im Verhältnis zu den Zinssätzen von vor ein paar Jahren um viele Prozentpunkte niedriger.

 Verbraucher werden häufig nicht eindeutig über den Fristbeginn belehrt

 Die Kreditinstitute bundesweit haben in ihren Widerrufsbelehrungen in sehr vielen Fällen gegen das sog. Deutlichkeitsgebot, welches ein Ausfluss aus § 355 Abs. 2 BGB a.F. darstellt, verstossen. Das Deutlichkeitsgebot besagt, dass Verbraucher grundsätzlich eindeutig, unmissverständlich und präzise über das ihm zustehende Widerrufsrecht belehrt werden muss. Verstösst das belehrende Kreditinstitut gegen diesen Grundsatz, dann sind die von dem Kreditinstitut verwendeten Widerrufsbelehrungen als fehlerhaft anzusehen. Viele Kreditinstitute haben besonders häufig den folgenden Fehler begangen: Der Verbraucher wurde häufig in dem Verbraucherdarlehensvertrag über den Fristbeginn wie folgendermaßen informiert. "Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung". Nach inzwischen gefestigter und von dem Bundesgerichtshof bestätigter Rechtsprechung ist diese Belehrung nicht umfassend genug, denn der Verbraucher wird über die weiteren Umstände, die für den Beginn der Widerrufsfrist maßgeblich sind, im Unklaren gelassen. Der Verbraucher kann denn Beginn der Widerrufsfrist demnach nicht eindeutig und präzise bestimmen. Nach der Meinung der höchstrichterlichen Rechtsprechung soll der Verbraucher nicht nur Kenntnis von dem Widerrufsrecht erlangen, sondern er soll zudem auch in die Lage versetzt werden, von diesem auch aktiv Gebrauch machen zu können. Dies wird dem Verbraucher jedoch durch diese Formulierung gerade nicht ermöglicht. Eine Widerrufsbelehrung mit den soeben aufgezeigten Inhalten verstösst demnach gegen das Deutlichkeitsgebot.

 Folgende Kreditinstitute haben den Fehler bereits gemacht:

 - Allianz-Lebensversicherung AG

 - LBBW ( Landesbank Baden- Württemberg)

- Commerzbank

 - DKB (Deutsche Kreditbank AG)

- Sparkassenverlag

Kanzlei Werdermann | von Rüden mandatieren - "Widerrufsjoker" erfolgreich einsetzen

Verbrauchern wird geraten, ihre Darlehensverträge grundsätzlich durch einen Anwalt überprüfen zu lassen, um dann gegebenenfalls vom Widerruf Gebrauch zu machen. Die auf dieses Verfahren spezialisierten Anwälte unserer renommierten Kanzlei Werdermann | von Rüden können Ihnen in diesem Verfahren wertvolle Tips geben, damit es somit zum gewünschten Erfolg kommt. Die Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet Kunden bundesweit eine kostenlose Erstberatung samt Erstprüfung der Widerrufsbelehrung auf ihre Fehler und damit der Widerrufbarkeit des Darlehensvertrages. Weitere Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link: https://www.wvr-law.de/widerruf-immobilienkredit-ohne-vorfaelligkeitsentschaedigung

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