Verbraucher können "Widerrufsjoker" weiterhin ausüben

Verbraucher können "Widerrufsjoker" weiterhin ausüben
16.07.2016258 Mal gelesen
Der sog. "Widerrufsjoker" ist weiterhin bei bestimmten Verbraucherdarlehensverträgen anwendbar. Lassen Sie ihren Kreditvertrag von unseren äußerst erfahrenen Anwälten kostenlos auf dessen Widerrufbarkeit überprüfen!

Banken sind nicht endgültig vor "ewigen" Widerrufen sicher

Seit 21.06.2016 wurde das "ewige" Widerrufsrecht für Verbraucherkreditverträge, die zwischen 2002 und dem 11. Juni 2010 abgeschlossen wurden, durch eine Gesetzesänderung abgeschafft. Diese wurde, wohl auf das Drängen der Bankenlobby hin, von der großen Koalition abgesegnet. Diese erhoffen sich durch die Gesetzesänderung vor allem mehr Rechtssicherheit. Dies liegt daran, dass nach altem Recht, Verbraucherkreditverträge, die eine falsche Widerrufsbelehrung enthalten, "ewig" widerrufbar sind. Das heisst, dass Verbraucher die Möglichkeit haben, noch viele Jahre nach Abschluss ihres Kreditvertrages den Widerruf auszuüben. Die im Normalfall geltende Widerrufsfrist von 14 Tagen beginnt in diesem Fall nie an zu laufen. Von der Gesetzesänderung ausgenommen sind jedoch jene Verträge, die Ab dem 11. Juni2010 bis März 2016 geschlossen wurden. Verträge, die innerhalb diesem Zeitraum geschlossen worden sind, und fehlerhafte Widerrufsbelehrungen enthalten, sind demnach noch "ewig" widerrufbar, und unterfallen nicht der neuerdings geltenden absoluten Widerrufsfrist von einem Jahr und 14 Tagen.

 Widerruf kann zu unverhofften und lukrativen Ersparnissen führen

 Der widerrufende Verbraucher kann durch den richtigen Einsatz des sog. "Widerrufsjokers" gegenüber des jeweiligen Kreditinstitutes Geldbeträge bis in den fünfstelligen Bereich sparen. Dem liegt eine momentan einzigartige Situation zugrunde: zum einem befinden sich die Zinsen momentan auf einem historischen Tiefpunkt. Die Zinsen der Altkredite sind in den meisten Fällen noch deutlich höher angesetzt, weswegen der alte Immobilienkredit in der Regel sehr viel teurer ist. Widerruft der Kunde seinen Kredit, so kann dieser im gleichen Zuge eine Umschuldung auf einen sehr viel günstigeren Kredit vornehmen, um so auch die weitere Abbezahlung des alten Kredites gewährleisten zu können. Außerdem hat das vom Widerruf betroffene Kreditinstitut grundsätzlich keinerlei Anspruch auf Zahlung der sog. Vorfälligkeitsentschädigung. Diese wird lediglich im Falle einer vorzeitigen Kündigung fällig, damit das jeweilige Kreditinstitut die durch den Widerruf ausfallenden Leistungen kompensieren kann. Da der Betrag in den meisten Fällen sehr hoch ist, ist eine Umschuldung im Falle einer Kündigung meist wirtschaftlich sinnlos. Beim Widerruf hingegen wird eine Umschuldung - insbesondere durch die Kombination mit den heute besonders niedrigen Zinsen besonders attraktiv.

 Viele Kreditinstitute verwirren die Verbraucher unnötig

Unter anderem haben die Banken und Sparkassen oftmals im Bereich der Pflichtangaben geschlampt. In dem von dem Gesetzgeber vorgegebenen Musterwiderruf, wird von den Kreditinstituten verlangt, dass diese die in § 492 BGB geregelten Pflichtangaben in ihren Widerrufsbelehrungen machen. Dazu gehören unter anderem die Gesamtkosten des Darlehens, der Effektivzins und die Bedingungen, die für eine vorzeitige Rückzahlung gelten. In vielen Darlehensverträgen wird jedoch die "Aufsichtsbehörde" aufgeführt, obwohl diese gar nicht zu denjenigen Pflichtangaben gehört, die in der gesetzlich vorgegebenen Widerrufsbelehrung zu finden sind. Durch diese unnötigen Angaben wird der Verbraucher mehr als unnötig verwirrt. Denn dieser muss durch eine eigenständige Lektüre des Gesetzes die Frist selbst bestimmen. Dies kann jedoch von einem durchschnittlich verständigen Verbraucher nicht verlangt werden. Vielmehr muss der Beginn der Widerrufsfrist sich aus der Gesetzeslektüre selbst ergeben.

 Banken, die diesen oder ähnliche Fehler gemacht haben

 - Allianz Lebensversicherung AG

 - Sparkassenverlag

 - ING DiBa

 - Swiss Life AG

 - DEVK Allgemeine Lebensversicherung AG

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