Immobiliendarlehensverträge verschiedenster Volksbanken jetzt widerrufen und keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen!

Immobiliendarlehensverträge verschiedenster Volksbanken jetzt widerrufen und keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen!
30.05.2016259 Mal gelesen
Noch bis zum 21. Juni vom aktuellen Zinsniveau profitieren!

Viele Kreditinstitute sehen sich aktuell mit Widerrufserklärungen zu seit Jahren laufenden Immobiliendarlehensverträgen konfrontiert. Zahlreiche Darlehensnehmer haben bereits ihre Alt-Verträge widerrufen und sich damit vor Ende der vorgesehenen Vertragslaufzeit ohne Zahlung einer teuren Vorfälligkeitsentschädigung von ihren Darlehen trennen können. Mit Blick auf den aktuell historisch attraktiven Geldmarkt lohnt sich ein Widerruf eines laufenden Vertrags in jedem Fall: Liquidität ist aufgrund der europäischen Niedrigzinspolitik günstig wie nie, wer heute ein Darlehen mit zehnjähriger Laufzeit abschließt, zahlt weniger als die Hälfte der Zinsen, die vor fünf Jahren für die entsprechende Laufzeit verlangt wurden. Eine Umschuldung zu attraktiveren Konditionen bietet sich also an.

Hintergrund des für Darlehensnehmer attraktiven Umstands ist die nicht ordnungsgemäße Umsetzung der vom Gesetzgeber vorgegebenen Richtlinien zur Erstellung von Widerrufsbelehrungen durch Kreditinstitute wie die Volksbanken. So erstellten die Rechtsabteilungen teilweise Belehrungen, die mit den gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Deutlichkeit und Verständlichkeit nicht in Einklang stehen. Gravierende Verstöße können schließlich zur Ungültigkeit des gesamten Widerrufspapiers führen, wie der BGH mehrmals feststellte. 

Für Darlehensnehmer bedeutet das indes ein fortbestehendes Widerrufsrecht und damit die Widerrufbarkeit ihrer Darlehensverträge noch nach Jahren. Durch eine geschickte Neuanlage nach einem Ausstieg ohne Zahlung der im europäischen Vergleich in Deutschland besonders hohen Vorfälligkeitsentschädigung lassen sich tausende Euro an Zinsen sparen.

Gesetzesänderung auf Druck der Bankenlobby - Verträge nur noch bis Ende Juni widerrufbar!

Zwischen 2002 und 2010 geschlossene Verträge sind nach einem kürzlich verabschiedeten Gesetz nur noch bis Mitte 2016 widerrufbar. Zum Stichtag 21. Juni endet das nach bisheriger Rechtslage „ewige“ Widerrufsrecht zu den Verträgen. Der Gesetzesänderung ging eine intensive Lobbyarbeit der Kreditinstitute voraus, die durch die zahlreichen widerrufenen Verträge erheblichen finanziellen Schaden zu verbuchen hatten. Die Politik gab hier offenbar dem wachsenden Druck nach und begründete ihre Entscheidung mit dem Bedürfnis nach mehr Rechtssicherheit. Faktisch greift sie aber ganz grundlegend und ungerechtfertigt in Verbraucherrechte ein.

Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen auch bei verschiedenen Volksbanken

Widerrufsbelehrungen verschiedenster Volksbanken sind fehlerhaft. Die zugehörigen Verträge sind damit potentiell wiederrufbar. Darlehensnehmer sollten zeitnah eine Prüfung ihrer Unterlagen durch unsere erfahrenen Widerrufsexperten veranlassen, wenn sie die im Folgenden dargestellten Fehler in ihren Belehrungen finden. Selbstverständlich findet sich in diesem Artikel nur eine beispielhafte Aufzählung von Fehlern und betroffenen Volksbanken. Es ist sehr wahrscheinlich, dass noch andere Volksbanken betroffen sind.

Unsinniger Hinweis auf Wertersatzpflicht des Darlehensnehmers in Formularen der Volksbank Schupbach

In den Widerrufsbelehrungen der Volksbank Schupbach findet sich etwa ein Hinweis auf die Möglichkeit einer Wertersatzpflicht des Darlehensnehmers nach einem Widerruf. Eine Werteersatzpflicht sieht das Gesetz bei Verträgen über Sachen vor, wenn eine Sache im Besitz des Kunden verschlechtert wurde. Dann ist der, etwa durch Benutzung, verringerte Wert der Sache vom Kunden zu ersetzen. Bei einem Vertrag über einen bestimmten Geldwert, wie einem Immobiliendarlehensvertrag, ergibt eine solche Verpflichtung aber von Grund auf keinen Sinn. Ein Geldwert kann sich nicht durch Benutzung verschlechtern. Der Hinweis der Sparkasse ist damit falsch.

Einseitige Fristsetzung zur Wertersatzpflicht in Formularen der Volksbank Mittelhessen

Die Volksbank spricht lediglich die Fristbindung des Verbrauchers zur Rückgewähr nach einem Widerruf an. Dass auch sie selbst derselben Frist unterliegt, wird nicht erläutert. Die Belehrung bleibt an dieser Stelle insofern unvollständig und ist zudem geeignet, dem Darlehensnehmer ein falsches Bild der Rechtslage zu verschaffen. Er muss davon ausgehen, die Bank sei an keine Frist gebunden und wird somit falsch über sein Widerrufsrecht belehrt.

Werdermann | von Rüden Rechtsanwälte – Widerruf Ihres Volksbank-Darlehens durch unsere Experten

Darlehensnehmer die einen Widerruf ihres Vertrags erwägen, sollten schnellstmöglich eine Prüfung ihrer Vertragsunterlagen veranlassen. Ein Widerruf birgt Chancen, sollte jedoch mit rechtlichem Sachverstand und der nötigen Expertise angegangen werden. Bei Werdermann | von Rüden bieten wir eine kostenlose Vorprüfung Ihrer Vertragsunterlagen an.

Wir sind zuversichtlich für Sie einen Weg aus Ihrem unattraktiven Alt-Darlehen zu finden!

Ihre Vorteile nach Inanspruchnahme unserer kostenlosen Ersteinschätzung:

1. Sie wissen, ob Ihre Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist
2. Wir sagen Ihnen, wie die Gerichte gerade zu Ihrem Fall entscheiden
3. Wir nennen Ihnen Ihr Einsparpotential beim Widerruf
4. Wir sagen Ihnen, was die Rechtsdurchsetzung kostet
5. Wir sagen Ihnen, wie lange es dauert bis Sie aus dem Vertrag heraus kommen

Kurz: Sie wissen, was Ihnen zusteht und was es kostet.

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