Widerruf von Darlehensverträgen: Das ewige Widerrufsrecht endet im Juni 2016

Widerruf von Darlehensverträgen: Das ewige Widerrufsrecht endet im Juni 2016
09.05.2016230 Mal gelesen
Jetzt noch den Darlehensvertrag widerrufen und viel Geld sparen: Statt einer Kündigung mit hoher Vorfälligkeitsentschädigung, können Verbraucher den Altkredit auch widerrufen – Fachanwalt informiert

Bis zum 21. Juni 2016 steht Verbrauchern noch die Möglichkeit zu alte Kredit- und Darlehensverträge, aufgrund einer fehlerhaften Widerrufsrechtsbelehrung, zu widerrufen. Falsch belehrte Kunden können damit Unmengen an Geld, zum Beispiel durch hoch angelegte Vorfälligkeitsentschädigungen, einsparen.

Fehlerhafte Widerrufsbelehrung

Im Jahr 2002 fertigte das Bundesjustizministerium ein Muster zum Widerrufsrecht an. Viele Banken machten Gebrauch eigener Formulierungen, die inhaltlich und gestalterisch meist nicht den, nach neuem Recht gültigen, Vorgaben entsprach. Die Rechtsprechung war bislang der Ansicht, dass das Widerrufsrecht bei fehlerhafter Belehrung nicht erlischt und somit den Verbrauchern ewig zustand.

Am 21. Juni erlischt Frist zum Widerruf der Altverträge

Darlehensnehmer von Altverträgen (zwischen 2002 und 2010) sollten jetzt schleunigst reagieren, denn bis zum 21. Juni 2016 lassen sich Immobiliendarlehen aus Altverträgen noch wirksam widerrufen. Das Widerrufsrecht für neue abgeschlossene Kredite bei Darlehensverträgen beträgt dann 14 Tage nach Vertragsschluss. Bei nicht ordnungsgemäßer Belehrung verlängert sich das Recht zum Widerruf auf maximal zwölf Monate.

Um noch Gebrauch von Ihrem Widerrufsrecht zu machen, sollten sie anwaltlichen Rat hinzuziehen. Bei nicht ordnungsgemäßer Belehrung über das Widerrufsrecht haben Sie die Möglichkeit wirksam zu widerrufen. Die Frist endet am 21. Juni 2016.

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