Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt - Immobiliendarlensverträge bis zum 21. Juni ablösen!

Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt - Immobiliendarlensverträge bis zum 21. Juni ablösen!
05.05.2016292 Mal gelesen
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Darlehensnehmer haben aktuell noch bis zum 21. Juni die Möglichkeit, sich ohne Zahlung einer teuren Vertragsstrafe, die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung (VFE), vor Fälligkeit von ihren seit Jahren laufenden Verträgen zu lösen. Der Bundesgerichtshof hat bereits mehrfach Widerrufsbelehrungen zu Immobiliendarlehensverträgen für ungültig erklärt und somit den Fortbestand des gesetzlichen Widerrufsrechts für die betroffenen Verbraucher bewirkt. Hintergrund der Judikatur des höchsten deutschen Gerichts ist die nicht ordnungsgemäße Umsetzung der seit dem 1. November 2002 für Kreditinstitute wie die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt bestehenden Pflicht, Kunden bei Abschluss eines Darlehens zur Immobilienfinanzierung umfassend über ihr Widerrufsrecht zu belehren. Es werden etwa gravierende Verstöße gegen das sogenannte „Deutlichkeitsgebot“ bemängelt, das die Verständlichkeit der Belehrungen für den juristischen Laien gewährleisten soll.

Bei Ungültigkeit von Widerrufsbelehrungen aufgrund enthaltener Fehler haben Darlehensnehmer in der Regel ein fortbestehendes Widerrufsrecht – auch nach Jahren. Aktuell gilt es dies zu nutzen, da der Zeitpunkt für eine kostengünstige Umschuldung aufgrund europäischer Nullzinspolitik nie günstiger war.

Jedoch - Enges Zeitfenster für den Widerruf von Darlehen aufgrund Gesetzesänderung

Eine kürzlich verabschiedete Gesetzesänderung verkürzt die Möglichkeit zum Widerruf für Darlehensnehmer drastisch. So war es bisher möglich, Verträge zeitlich unbegrenzt („ewig“) zu widerrufen. Die Politik hat jedoch nach wachsendem Druck der Kreditlobby die Rechtslage geändert und das ewige Widerrufsrecht kassiert. Zwischen 2002 und 2010 geschlossenen Verträge sind nach neuer Rechtslage nur noch bis zum 21. Juni diesen Jahres widerrufbar. Darlehensnehmer sollten sich also beeilen.

Auch Ihr Immobiliendarlehen bei der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt ist möglicherweise noch widerrufbar!


In Belehrungstexten der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt aus verschiedenen Jahrgängen wurden Fehler entdeckt, die im Einzelfall zur Ungültigkeit der Belehrungen führen können. Um eine Widerrufbarkeit abschließend beurteilen zu können, bleibt jedoch eine umfassende Prüfung ihrer Vertragsunterlagen durch unsere Experten abzuwarten. Im Folgenden werden für Sie einige typische Fehler der Belehrungen dargestellt. Sollten Sie entsprechende Fehler in Ihren Unterlagen finden, ist es ratsam, uns umgehend zu kontaktieren!

Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt informiert nur ungenau über Beginn der Widerrufsfrist

In den Formularen heißt es: „Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung.“ Die Formulierung legt dem Leser durch die Verwendung des Worts „frühestens“ nahe, dass noch weitere Umstände hinzutreten müssen, damit die Frist tatsächlich zu laufen beginnt. Was aber genau passieren muss und ob wirklich noch Umstände hinzutreten müssen, bleibt indes unklar. Die Formulierung ist damit kaum geeignet, den Kunden eindeutig über den Fristbeginn zu belehren und gerät eindeutig in Konflikt mit dem Deutlichkeitsgebot.

Rückerstattung nach Widerruf – Frist in Formularen der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt nur einseitig festgelegt

Weiterhin wird unter der Überschrift „Widerrufsfolgen“ darauf hingewiesen, der Kunde habe nach erfolgtem Widerruf sämtliche erhaltenen Leistungen binnen 30 Tagen zurückzugewähren. Auch die Bank selber hat aber alle vom Kunden an sie geleisteten Zahlungen innerhalb dieser Frist den Kunden rückzuerstatten. Auf diese Pflicht der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt und die für sie ebenfalls bestehende Frist wird nicht hingewiesen. Der Darlehensnehmer muss damit den Eindruck erhalten, die Bank selber unterliege keiner Frist zur Rückgewähr. Ihm entsteht ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Rechtslage. Dem Erfordernis der vollständigen und korrekten Information des Kunden wird hier nicht Rechnung getragen.

Ihr erfahrener Partner für den Widerruf eines Darlehens bei der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt – Werdermann | von Rüden Rechtsanwälte

Wir bei Werdermann | von Rüden sind sehr zuversichtlich, Ihnen einen schnellen Ausstieg aus Ihrem unattraktiven Alt-Vertrag ermöglichen zu können. Im Bereich des Kredit- und Kapitalmarktrechts sind wir seit Jahren erfahren und haben aktuell bereits zahlreichen Darlehensnehmern aus ihren Verträgen helfen können.

Als ersten Schritt in Richtung Widerruf bieten wir eine kostenlose und unverbindliche Vorprüfung Ihrer Vertragsunterlagen an. Kontaktieren Sie uns zeitnah!

Ihre Vorteile nach Inanspruchnahme unserer kostenlosen Ersteinschätzung:

  1. Sie wissen ob Ihre Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist
  2. Wir sagen Ihnen wie die Gerichte gerade zu Ihrem Fall entscheiden
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Kurz: Sie wissen was Ihnen zusteht und was es kostet

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