Sparkassen verwendeten fehlerhafte Widerrufsbelehrungen des Sparkassenverlags – Verträge noch heute widerrufbar

Sparkassen verwendeten fehlerhafte Widerrufsbelehrungen des Sparkassenverlags – Verträge noch heute widerrufbar
18.04.2016187 Mal gelesen
Sparkassen verwendeten jahrelang fehlerhafte Widerrufsbelehrungen. Deshalb noch heute Darlehensvertrag mit Hilfe der Kanzlei Werdermann | von Rüden widerrufen und viel Geld sparen.

Sparkassen verwendeten fehlerhafte Widerrufsbelehrungen des Sparkassenverlags – Verträge noch heute widerrufbar

Weil die Sparkassen – vor allem 2011 aber auch in anderen – fehlerhafte Widerrufsbelehrungen übernahmen und verwendeten, die der Sparkassenverlag für sie erstellte, sind einige mit den Sparkassen geschlossene Darlehensverträge noch heute widerrufbar. Für Fälle von Darlehensverträgen, in denen Verbraucher im Rahmen des Vertragsschlusses nur fehlerhaft informiert wurden, galt bis vor Kurzem, d.h. bis zum 21. März 2016, nämlich ein sog. „ewiges“ Widerrufsrecht, weil die Widerrufsfrist erst mit einer ordnungsgemäßen Belehrung des Verbrauchers begann. Eine Übergangsregelung erlaubt es Verbrauchern in Altfällen noch bis zum 20. Juni 2016 von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch zu machen.

 

Vermeidung einer Vorfälligkeitsentschädigung durch „Widerrufsjoker“ ermöglicht Kunden der Sparkassen lukrative Umschuldung

In vielen Fällen sollten Verbraucher die Chance nutzen, noch ihren alten Darlehensvertrag bei den Sparkassen zu widerrufen. Denn auf diese Weise lassen sich durch eine kluge Umschuldung oftmals vier- bis fünfstellige Beträge einsparen. Anders als bei einer (vorzeitigen) Kündigung fällt beim Widerruf nämlich keine sog. Vorfälligkeitsentschädigung an. Zugleich ist aber der Weg für einen neuen Kredit zu den heute historisch tiefen Zinsen frei.

 

Neue Gesetzeslage privilegiert Sparkassen und schützt sie schon bald vor spätem Widerruf

Die seit 21. März 2016 geltende neue Gesetzeslage privilegiert schon jetzt die Sparkassen. In Zukunft gilt selbst bei fehlerhafter Verbraucherbelehrung eine absolute Widerrufsfrist von maximal einem Jahr und 14 Tagen. Der recht kurze Zeitraum bis Mitte/Ende Juni, in dem die Ausübung des bislang „ewigen“ Widerrufsrechts möglich ist, dient ganz offensichtlich dem Schutz der Banken und Sparkassen vor vermehrter Ausübung des Widerrufsrechts seitens der Verbraucher. Diejenigen Kunden der Sparkassen und anderen Kreditinstitute, die noch günstig umschulden wollen, müssen jetzt zeitnah handeln, bevor ihr Widerrufsrecht ausläuft.

 

Wegen Abweichungen der Widerrufsbelehrungen vom Muster des Gesetzgebers kein Vertrauensschutz für Sparkassen

Voraussetzung für eine Zurechnung der Fehler in den Widerrufsbelehrungen der Sparkassen an dieselben ist ein Abweichen der Widerrufsbelehrungen vom Muster des Gesetzgebers. Nur dann genießen die Sparkassen keinen sog. Vertrauensschutz in das Schaffen des Gesetzgebers. In den hier thematisierten Widerrufsbelehrungen wichen die Sparkassen auf zweierlei Weise ab. Zum einen druckten sie Klammerzusätze ab, die nicht für den Abdruck, sondern nur zur Erläuterung des Musters vorgesehen waren. Zum anderen verwendeten die Sparkassen eine sog. „Ankreuzoptionslösung“, d.h. es wurden in Abweichung vom Muster mehrere Kästchen, die optional angekreuzt werden konnten, eingefügt. Aufgrund dieser erheblichen Abweichungen sind den Sparkassen Fehler zurechenbar.

 

Unklarheiten im Hinblick auf Fristbeginn in Widerrufsbelehrungen der Sparkassen

Ein solcher Fehler ist wohl, dass die Sparkassen die Pflichtangaben nach § 492 Abs. 2 BGB nur unvollständig aufzählten. Denn die Widerrufsfrist begann für Verbraucher nach alter Rechtslage erst dann, wenn alle dieser Pflichtangaben mitgeteilt wurden. Dementsprechend ist eine nur auszugsweise Nennung der für den Fristbeginn relevanten Angaben wohl ein Verstoß gegen das Deutlichkeitsgebot.

 

Sparkassen verschwiegen ihre eigenen Verpflichtungen in Widerrufsbelehrungen

Erschwerend hinzu kommt, dass die Sparkassen ihre eigenen Verpflichtungen in ihren Widerrufsbelehrungen verschwiegen. Auch sie selbst trifft die Pflicht, ggf. Erlangtes nach Widerruf und im Rahmen der Rückabwicklung des Vertrages zurückzugewähren. Der Verbraucher bzw. Kunde der Sparkassen hat aber grundsätzlich ein Recht darauf, über alle Folgen der Ausübung seines Widerrufsrechts umfassend informiert zu werden, gerade wenn es sich um Umstände handelt, die sich für ihn vorteilhaft auswirken – wie eben eine Rückgewährung.

 

Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet Expertise und kostenlose Erstberatung für Kunden der Sparkassen

Die Kanzlei Werdermann | von Rüden – seit Jahren unter anderem auf Fälle rund um den Widerruf von Verbraucherkrediten spezialisiert – bietet außergewöhnliche Expertise und eine kostenlose Erstberatung für betroffene Kunden der Sparkassen, die günstig umschulden wollen. Die Anwälte der Kanzlei Werdermann | von Rüden können mit ihren Mandanten aufgrund ihrer Erfahrung für jeden Einzelfall ideale, maßgeschneiderte Lösungen ausarbeiten. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.wvr-law.de/widerruf-immobilienkredit-ohne-vorfaelligkeitsentschaedigung

 

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