Darlehensnehmer müssen zeitig reagieren – Ende des Widerrufsrechts naht

Darlehensnehmer müssen zeitig reagieren – Ende des Widerrufsrechts naht
07.03.2016176 Mal gelesen
– Fachanwalt informiert –

Darlehensnehmer von Altverträgen sollten jetzt schleunigst reagieren, denn bis zum 21. Juni 2016 lassen sich Immobiliendarlehen aus Altverträgen noch wirksam widerrufen. Der Bundesrat hat die vorgegebene Frist bis Juni bereits als unverhältnismäßig kritisiert. Dennoch wird dies nichts an dem bereits festgelegten Datums ändern. Deshalb wird ein rechtzeitiger Widerruf empfohlen. 

Am 18. Februar beschloss der Bundestag das Ende für den Widerrufsjoker für Immobiliendarlehen. Die Verabschiedung des Gesetzes gilt auch rückwirkend für Altverträge (zwischen November 2002 und Juni 2010). Das Widerrufsrecht für neue abgeschlossene Kredite bei Darlehensverträgen beträgt 14 Tage nach Vertragsschluss. Bei nicht ordnungsgemäßer Belehrung verlängert sich das Recht zum Widerruf auf maximal zwölf Monate. Bei Altverträgen beträgt die Frist nach Inkrafttreten des Gesetzes am 21. März nur noch drei Monate.

Im Jahr 2002 fertigte das Bundesjustizministerium ein Muster zum Widerrufsrecht an. Viele Banken entschieden sich für eigene Formulierungen und schweiften meist inhaltlich und gestalterisch von den, nach neuem Recht gültigen, Vorgaben ab. In seiner Entscheidung aus dem Jahr 2002 erklärte der Bundesgerichtshof, dass das Widerrufsrecht der Kreditnehmer bei nicht ordnungsgemäßer Belehrung nicht erloschen sei. Daraus resultierte der so genannte „Widerrufs-Joker“. Diesen Formfehler machten sich viele Kreditnehmer zu Nutze.

Um noch Gebrauch von Ihrem Widerrufsrecht zu machen, sollten sie anwaltlichen Rat hinzuziehen. Bei nicht ordnungsgemäßer Belehrung ihrer Finanzierung haben Sie die Möglichkeit wirksam zu widerrufen. Die Frist endet am 21. Juni 2016.

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