Ausstieg aus Kreditverträgen mit der Harzsparkasse ohne Vorfälligkeitsentschädigung

Ausstieg aus Kreditverträgen mit der Harzsparkasse ohne Vorfälligkeitsentschädigung
25.02.2016158 Mal gelesen
Widerruf von Darlehensverträgen aufgrund fehlerhafter Widerrufsbelehrungen Jahre nach Vertragsschluss möglich

Für Kunden der Harzsparkasse, die aufgrund eines Altkredits hohe Zinsen zahlen, kann es sich lohnen, die Widerrufsbelehrung der Harzsparkasse auf Erfolgsaussichten eines Widerrufs prüfen zu lassen. Zahlreiche in Deutschland seit 2002 verwendete Belehrungen entsprechen nicht den Vorgaben des Gesetzgebers an eine umfassende und eindeutige Belehrung. Betroffenen Kreditnehmern der Harzsparkasse ermöglichen fehlerhafte Belehrungen, den Darlehensvertrag auch nach Jahren nach dem Vertragsschluss zu widerrufen.

Wieso Verbrauchern auch nach langer Laufzeit der Kredite der Harzsparkasse ein Widerrufsrecht zustehen kann

Verbrauchern, also zu privaten Zwecken Handelnden, steht das Recht zu, den Darlehensvertrag zu widerrufen. Gewöhnlich haben sie dafür 14 Tage nach Vertragsschluss Zeit. Das Widerrufsrecht soll ihnen die Chance geben, einen solch bedeutenden Vertragsschluss erneut zu überdenken. Kreditinstitute wie die Harzsparkasse sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Kunden beim Abschluss des Kreditvertrags über das Widerrufsrecht umfassend und unmissverständlich zu belehren. Allerdings belehrten zahlreiche Banken und Sparkassen in Deutschland ihre Kunden nicht ordnungsgemäß. Darin sieht der Bundesgerichtshof die Gefahr, dass fehlerhafte Widerrufsbelehrungen die effektive Inanspruchnahme des Widerrufsrechts bedrohen könnten. Daher beginnt in diesen Fällen die gewöhnliche Widerrufsfrist nicht zu laufen. Betroffene Darlehensnehmer der Harzsparkasse können auch seit Jahren laufende Kredite widerrufen. Insofern sind die Fehler der Kreditinstitute letztendlich für die Darlehensnehmer von Vorteil. Denn ein erfolgreicher Widerruf eines Altdarlehens öffnet dir Tür, zu niedrigeren Zinsen umzuschulden.

Widerruf von Krediten der Harzsparkasse spart kündigungsbedingte Vorfälligkeitsentschädigung

Der Widerruf des Darlehensvertrags der Harzsparkasse bietet eine Lösung für ein Problem, das viele Kreditnehmer bei der Ablösung eines Darlehens entdecken. Bei Kündigung des Darlehensvertrags vor Fälligkeit durch die Verbraucher fordern die meisten Kreditgeber eine hohe Summe Geld, die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Diese kann - abhängig von der Darlehenssumme - mehrere tausend oder zehntausend Euro umfassen. Diese Geldforderung macht eine vorzeitige Kündigung trotz Aussichten auf niedrige Zinsen durch Umschuldung sehr unattraktiv. Beim Widerruf können Banken dieses Geld nicht fordern.

Kreditverträge aus 2002 bis 2010 voraussichtlich nur noch bis Juni widerrufbar

Indes droht bereits in wenigen Monaten ein Ende des nach bisheriger Rechtslage unbefristeten Widerrufsrechts. Ein Gesetzesentwurf passierte im Januar dieses Jahres das Kabinett, der vorsieht, auch für Fälle der fehlerhaften Belehrung eine Ausschlussfrist für den Widerruf einzuführen. Die vorgeschlagene Gesetzesänderung soll ebenso dazu führen, dass zwischen 2002 und 2010 geschlossene Darlehensverträge nur noch bis zum 21. Juni 2016 widerrufbar sind. Kanzlei Werdermann | von Rüden rät Kreditnehmern der Harzsparkasse zu zeitnahem Handeln. Denn ein erfolgreicher Widerruf benötigt Zeit für die juristische Vorbereitung.

Harzsparkasse gab Beginn der Widerrufsfrist in Belehrungen ungenau an

Ob eine Widerrufsbelehrung die Anforderungen an eine verständliche und vollständige Verbraucherbelehrung erfüllt, ist stets vom Einzelfall abhängig. Jede Widerrufsbelehrung sollte individuell juristisch überprüft werden. Belehrungstexte der Harzsparkasse aus der Zeit um 2009 lassen jedoch einige Mängel erkennen. So belehrte die Harzsparkasse ihre Kunden folgendermaßen über den Beginn der Widerrufsfrist: „Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung.“ Allerdings ist diese Angabe nicht eindeutig. Sie lässt die Darlehensnehmer der Harzsparkasse im Unklaren, wann der Beginn der Frist tatsächlich ist. Denn „frühestens“ impliziert zwar, dass der Beginn der Widerrufsfrist noch von weiteren Voraussetzungen abhängt. Die Harzsparkasse gibt jedoch keine Hinweise dazu, welche anderen Voraussetzungen dafür ausschlaggebend sind. Die Belehrung der Harzsparkasse genügt daher dem Gebot einer deutlichen Belehrung nicht.

Harzsparkasse belehrte einseitig über die Frist zur Rückgewähr der Leistungen

Durch einen Widerruf entsteht ein Rückgewährschuldverhältnis, in dem die jeweiligen Leistungen an die Gegenseite zurückzugeben sind. Die Harzsparkasse belehrte zwar korrekt über Rückgewährpflichten. Sie gibt jedoch eine Frist zur Erfüllung der Rückgewährpflichten nur für die Darlehensnehmer an. Allerdings erwähnt die Harzsparkasse nicht, innerhalb welcher Frist sie selbst diese Rückgewähransprüche auszugleichen hat. Die Darlehensnehmer der Harzsparkasse könnten daraus folgern, die Harzsparkasse wäre nicht an eine Frist gebunden. Doch selbst wenn sie davon ausgehen, dass auch für die Harzsparkasse eine Frist läuft, können die Verbraucher der Belehrung nicht entnehmen, wie lang sie ist. Die Fristangabe ist jedoch essentiell für die Abwägung der Vor- und Nachteile eines Widerrufs. Denn nur anhand der Frist können sie ihre eigene Liquidität nach dem Widerruf planen.

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Kurz: Sie wissen, was Ihnen zusteht und was es kostet.