ING DiBa muss sich auch Jahre nach Vertragsschluss wegen fehlerhafter Verbraucherbelehrungen Widerruf gefallen lassen

ING DiBa muss sich auch Jahre nach Vertragsschluss wegen fehlerhafter Verbraucherbelehrungen Widerruf gefallen lassen
08.02.2016210 Mal gelesen
ING DiBa verwendete jahrelang fehlerhafte Widerrufsbelehrungen. Deshalb noch heute Darlehensvertrag mit Hilfe der Kanzlei Werdermann | von Rüden widerrufen und viel Geld sparen.

ING DiBa muss sich auch Jahre nach Vertragsschluss wegen fehlerhafter Verbraucherbelehrungen Widerruf gefallen lassen

Die ING DiBa muss sich auch Jahre nach Vertragsschluss noch einen Widerruf durch Kreditnehmer gefallen lassen, weil sie diese vor allem in den Jahren 2003 und 2004 fehlerhaft über ihr Widerrufsrecht belehrte. Denn das derzeit noch geltende Recht sieht vor, dass eine Widerrufsfrist nicht zu laufen beginnt, wenn Verbraucher vom Kreditgeber, also hier der ING DiBa fehlerhaft über ihr Widerrufsrecht informiert werden. Deshalb können Kunden der ING DiBa in solchen Fällen auch noch viele Jahre nach Vertragsschluss ihren Darlehensvertrag widerrufen.

 

Bis zu deutlich fünfstellige Beträge durch Widerruf gegenüber der ING DiBa einsparen

Durch einen solchen Widerruf gegenüber der ING DiBa lassen sich gerade bei Immobiliendarlehen Summen in bis zu fünfstelliger Höhe einsparen. Nach erfolgtem Widerruf kann nämlich ein aufgrund der heute historisch niedrigen marktüblichen Zinsen deutlich günstiger Kredit aufgenommen werden. Eine sogenannte kündigungsbedingte Vorfälligkeitsentschädigung, die das sonst verhindert, fällt bei einem Widerruf gerade nicht an. Auch wenn bereits gekündigt und eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt wurde, kann der Vertrag noch im Nachhinein widerrufen werden. Die ING DiBa ist dann verpflichtet, die erhaltene Vorfälligkeitsentschädigung zurückzuzahlen.

 

Wegen beachtlicher Abweichungen von der Musterbelehrung des Gesetzgebers kein Vertrauensschutz für ING DiBa

Fehler der Widerrufsbelehrungen sind der ING DiBa aber nur zuzurechnen, wenn sie von der Musterwiderrufsbelehrung des Gesetzgebers abwich, andernfalls würde sie einen sogenannten Vertrauensschutz in die Richtigkeit der Mustererklärung genießen. In den Jahren 2003 und 2004 wich die ING DiBa allerdings ganz beachtlich vom Muster ab. So schrieb sie bspw. statt der Formulierung „die Frist beginnt“ „der Lauf der Frist beginnt“ und verwendete deutlich mehr Zwischenüberschriften als das Muster (unter anderem „Fristlauf“, „Widerruf bei bereits ausgezahlten Darlehen“, „Adressat des Widerrufes“).

 

ING DiBa hielt Verbraucher durch Verschweigen der sie selbst treffenden Folgen von Widerruf ab

Ganz wesentlicher Fehler der genannten Widerrufsbelehrungen der ING DiBa war wohl der Umstand, dass sie die sie selbst treffenden Folgen im Falle eines Widerrufs durch den Verbraucher verschwieg. Dabei hätte sie darüber informieren müssen, dass nicht nur der Darlehensnehmer, sondern auch sie selbst als Darlehensgeber etwaig erhaltene Zahlungen zurückgewähren müsste. Durch dieses Verschweigen dürften etliche Verbraucher vom Widerruf ihrer Verträge bei der ING DiBa abgehalten worden sein, weil sie befürchten mussten, dass sie bereits von ihnen getätigte Zahlungen möglicherweise nicht zurückerhalten würden.

 

Widerrufsbelehrungen anderer Kreditinstitute, die ähnliche Fehler enthalten:

 
  • Aachener Bausparkasse AG 2014
  • Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden AG 2006
  • Allianz Lebensversicherung AG 2010
  • Alte Leipziger Bauspar AG 2011
  • AXA Bank AG 2003 bis 2006
  • Baden-Württemberg Bank (BW Bank) 2010
  • Commerzbank AG 2003
  • Degussa Bank GmbH 2009
  • Deutsche Bank 2002
  • DSL Bank 2010

Gesetzesreform könnte ING DiBa schon bald vor Widerruf durch Verbraucher schützen

Ein vom Bundeskabinett am 27.1.2016 verabschiedeter Gesetzesentwurf, der nun nur noch den Deutschen Bundestag und den Deutschen Bundesrat passieren muss, sieht vor, dass der Banken wie die ING DiBa schon bald vor dem sogenannten „ewigen“ Widerrufsrecht ihrer Darlehensnehmer geschützt werden. Für Darlehensverträge mit fehlerhaften Widerrufsbelehrungen soll dann lediglich eine verlängerte Widerrufsfrist gelten. In Altfällen wird ein Widerruf, sollte das Gesetz in Kraft treten, nur noch bis einschließlich 21.6.2016 möglich sein. Dementsprechend müssen Verbraucher jetzt sehr zeitnah ihre Verträge überprüfen (lassen) und ggf. einen Anwalt mit der Vertretung ihrer Interessen mandatieren.

 

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