Beschluss des Bundeskabinetts – Widerrufsrecht zu zahlreichen Immobiliendarlehensverträgen erlischt zum 21. Juni!

Beschluss des Bundeskabinetts – Widerrufsrecht zu zahlreichen Immobiliendarlehensverträgen erlischt zum 21. Juni!
01.02.2016144 Mal gelesen
Ende des „Widerrufsjokers“ ist beschlossene Sache

Verbraucher die sich Geld für die Immobilienfinanzierung geliehen haben, konnten bislang vielfach Darlehensverträge aufgrund fehlerhafter Belehrungen zu Widerrufsrechten vor Fälligkeit ablösen und durch eine Umschuldung zu aktuellen Konditionen deutliche Zinsersparnisse verbuchen. Die verbraucherfreundliche Rechtsprechung des BGH und die historisch niedrigen Zinsen am europäischen Finanzmarkt machten einen Ausstieg möglich und finanziell attraktiv.

Das Bundeskabinett hat am 27. Januar nun das lange befürchtete Ende des „ewigen“ Widerrufsrechts zu zwischen 2002 und 2010 geschlossenen Immobiliendarlehensverträgen eingeläutet. Nach bisheriger Rechtslage konnten Darlehensnehmer, deren Verträge ungültige Widerrufsbelehrungen enthielten, zeitlich unbegrenzt widerrufen. Mit dem Beschluss des Kabinetts ist der Widerruf entsprechender fehlerhafter Verträge nur noch bis zum 21. Juni diesen Jahres möglich.

Auf Druck der Finanzlobby – Politik verweist auf Rechtssicherheit

Offensichtlich hat die Politik hier dem Druck der Finanzlobby stattgegeben und das Widerrufsrecht kassiert. Kreditinstitute waren die Leidtragenden des für Verbraucher günstigen Umstands – sie mussten Kredite ablösen, die noch Jahre hätten laufen sollen. Folge waren schmerzhafte Verluste, die man aufgrund der mangelhaften Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zu Widerrufsbelehrungen in Immobiliendarlehensverträgen aber ursprünglich selbst zu verantworten hatte. Der BGH hatte in Folge zahlreiche Belehrungen für ungültig erklärt und Verbrauchern durch den Fortbestand des gesetzlichen Widerrufsrechts einen „Widerrufsjoker“ zugespielt.

Dennoch verweist die Politik nun mangelnde Rechtssicherheit, der durch die Gesetzesänderung Abhilfe geschaffen werde. Dies sei auch im Interesse des Verbrauchers. Faktisch wird eine drastische Verkürzung der Verbraucherrechte bewirkt, deren Erforderlichkeit kaum nachzuvollziehen ist.

Darlehensnehmern verbleibt ein knappes halbes Jahr zum Widerruf!

Verbraucher, die zwischen 2002 und 2010 ein Immobiliendarlehen aufgenommen haben, haben heute noch für knapp fünf Monate gute Chancen, ihre Verträge erfolgreich zu widerrufen und vom günstigen Zinsniveau zu profitieren. Die Verträge enthalten teilweise gravierende Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben und sind damit vielfach ungültig. Darlehensnehmer haben dann, wie schon angesprochen, ein fortbestehendes gesetzliches Widerrufsrecht. Von Diesem kann noch bis zum 21. Juni Gebrauch gemacht werden.

Vor dem Hintergrund des deutlich begrenzten Zeitfensters empfehlen wir Darlehensnehmern daher mit Nachdruck, ihre Verträge zeitnah auf Widerrufbarkeit prüfen zu lassen.

Werdermann | von Rüden Rechtsanwälte – Ihr Partner für den noch erfolgreichen Widerruf!

Wir blicken auf langjährige Erfahrung im Bereich des Kredit – und Kapitalmarktrechts zurück. Zahlreiche Darlehensnehmer haben wir bereits erfolgreich gegenüber ihren Banken vertreten können. Wir sind zuversichtlich, auch in Ihrem Fall erfolgreich zu sein!

Die Widerrufbarkeit eines Immobiliendarlehensvertrags lässt sich selbstverständlich nicht pauschal garantieren. Im Vorfeld eines Widerrufs kommt es auf eine umfassende Aufarbeitung der individuellen Vertragsunterlagen an. Anschließend ist ein professionelles Vorgehen gegenüber dem Kreditinstitut unerlässlich. Von einem eigenmächtigen Vorgehen durch Darlehensnehmer raten wir daher dringend ab.

Als ersten Schritt in Richtung Widerruf bieten wir eine kostenfreie und unverbindliche Vorprüfung Ihrer Vertragsunterlagen an. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit, noch vor Ablauf Ihrer Widerrufsfrist. Kontaktieren Sie uns zeitnah!

Ihre Vorteile nach Inanspruchnahme unserer kostenlosen Ersteinschätzung:

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