Baldiges Ende für Widerrufsrecht in der Darlehens- und Kreditfinanzierung

Baldiges Ende für Widerrufsrecht in der Darlehens- und Kreditfinanzierung
30.11.2015127 Mal gelesen
Sparte: Widerrufsrecht bei Darlehen oder Krediten & Fristen

Die Bundesregierung orientiert sich an den europäische Richtlinien zur Regelung von Wohnimmobilienkrediten und plant im März 2016 die Verabschiedung eines neuen Gesetzes, dass eine Frist für das bisher ewige Widerrufsrecht setzt. Hintergrund war die Vielzahl an Verbrauchern die ihre Widerrufsrechte in Anspruch nahmen und demzufolge Gerichte überlastet waren und Banken Milliardenverluste verbuchten. Grund hierfür war das Recht zum ewigen Widerruf, aufgrund mangelnder Belehrung bei Darlehen oder Krediten.

Fehlerhafte Widerrufsrechtbelehrung?
Viele Banken und Sparkassen orientierten sich selten am vorgefertigten Muster zum Widerrufsrecht des Bundesjustizministeriums – dies führte zu einer lückenhaften oder intransparenten Widerrufsrechtbelehrung, angesichts der Verbraucher ihre Rechte zum Widerruf geltend machten. Selbst Jahre später konnten Verbraucher dieses Recht in Anspruch nehmen und ließen sich ihre Kredit- und Darlehensverträge umschulden und an die derzeit niedrigen Zinssätze anpassen.

Neues Gesetz ab 2016
Bei Inkrafttreten des Gesetzes im neuen Jahr soll ein Widerruf bei nicht ordnungsgemäßer Belehrung nur noch drei Monate möglich sein. Eventuell werden auch Altverträge vom Gesetz erfasst, sodass Verbraucher, die ihre Verträge zwischen November 2002 und Dezember 2010 abgeschlossen haben, nur noch bis Juni 2016 die Möglichkeit zum Widerruf haben.

Bei nicht ordnungsgemäßer Belehrung ihrer Finanzierung haben Sie die Möglichkeit sich anwaltlich zu Ihrem Widerrufsrecht beraten zu lassen. Sie sollten zeitnah vor Ablauf der Frist handeln.

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