Immobiliendarlehensverträge mit der SEB AG ablösen und keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen!

Immobiliendarlehensverträge mit der SEB AG ablösen und keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen!
24.11.2015173 Mal gelesen
Jetzt ablösen und sparen!

BGH-Rechtsprechung macht attraktiven Ausstieg aus seit Jahren laufenden Verträgen möglich

Seit dem 1.November 2002 sind Banken wie die SEB AG gesetzlich verpflichtet, ihre Kunden bei Abschluss eines Darlehens zur Immobilienfinanzierung umfassend und eindeutig über ihr Widerrufsrecht zu informieren. Offenbar kamen die Rechtsabteilungen zahlreicher Kreditinstitute dieser Pflicht aber nicht genügend nach und verstießen reihenweise gegen Vorgaben des Gesetzes, wie etwa das sogenannte „Deutlichkeitsgebot“, welches die Verständlichkeit der Belehrungen für den juristischen Laien durch unmissverständliche Formulierungen und klare Gestaltungslösungen gewährleisten soll. Konsequenz dieser Verstöße war schon vielfach die gerichtlich festgestellte Ungültigkeit entsprechender Belehrungen.

Darlehensnehmer profitieren: Sie haben ein auch nach jahrelanger Laufzeit noch fortbestehendes Widerrufsrecht. So eröffnet sich Ihnen die Möglichkeit, Verträge vor Fälligkeit zu verlassen, ohne die im Kündigungsfall anfallende Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. Die teure Vertragsstrafe soll den außerplanmäßigen Ausstieg im Normalfall finanziell unattraktiv machen.

Diesen Normalfall sehnen sich viele Banken wohl wieder her: Sie sehen sich mit zahlreichen Widerrufserklärungen und in der Folge mit schmerzhaften Zinsausfällen konfrontiert. Darlehensnehmer hingegen können sich nicht nur über die ausfallende Vorfälligkeitsentschädigung freuen – eine Neuanlage zu aktuellen Konditionen ist momentan zudem attraktiv wie nie.

Wer sich heute Geld für den Hausbau leiht, zahlt weniger als die Hälfte der Zinsen, die noch vor ein paar Jahren für ein entsprechendes Darlehen verlangt wurden. Liquidität ist dank europäischer Geldpolitik billig geworden und Darlehensnehmern bietet sich jetzt die Chance davon zu profitieren: Nach einem erfolgreichen Widerruf sind tausende Euro an Zinsersparnis drin!

Ende des „ewigen“ Widerrufsrechts möglicherweise schon Mitte nächsten Jahres

Indes zeichnet sich bereits ein jähes Ende des nach bisheriger Rechtslage unbegrenzt auszuübenden Widerrufsrechts ab. Eine Gesetzesinitiative des Bundesrates führt bei ihrer Umsetzung zum 21. Juni 2016 dazu, dass zwischen 2002 und 2010 geschlossene Verträge nicht mehr wegen Fehlerhaftigkeit von Widerrufsbelehrungen widerrufen werden können. Eine Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes scheint nicht unwahrscheinlich. Da deshalb möglicherweise nur noch ein begrenztes Zeitfenster besteht, raten wir Darlehensnehmern zeitnah zu handeln!

SEB AG: Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen aus dem Jahr 2006

Unserer Ansicht nach sind Widerrufsbelehrungen die von der SEB AG im Jahr 2006 ausgegeben wurden fehlerhaft und damit potentiell widerrufbar. Gleichzeitig ist es wahrscheinlich, dass auch Belehrungen der Bank aus anderen Jahrgängen ähnliche bzw. dieselben Fehler enthalten.

Einseitige Bestimmung zu Rückgewährpflichten in Formularen der SEB AG

Die SEB AG belehrt den Kunden unter der Überschrift „Widerruf bei bereits erhaltener Leistung“ über seine Pflicht, nach einem Widerruf innerhalb von 30 Tagen alle von der Bank erhaltenen Zahlungen, namentlich also die Darlehenssumme, zurückzugewähren. Um dem gesetzlichen Erfordernis hinsichtlich Vollständigkeit von Widerrufsbelehrungen zu genügen, hätte aber auch darauf hingewiesen werden müssen, dass die Bank ebenso verpflichtet ist, dem Kunden nach einem Widerruf binnen 30 Tagen alle von ihm erhaltenen Zahlungen rückzuerstatten. Das nach einem Widerruf entstehende sogenannte „Rückgewährschuldverhältnis“ verpflichtet keinesfalls nur den Darlehensnehmer. Eine Vereinbarkeit der Belehrung mit gesetzlichen Vorgaben ist daher sehr fraglich.

Nicht nachvollziehbarer Hinweis auf Wertersatzpflicht in Formularen der SEB AG

Weiterhin spricht die SEB AG eine angebliche Wertersatzpflicht des Kunden an. Wertersatzpflichten können bei Verträgen über Sachen bestehen, nämlich dann, wenn die Sache nach einem Widerruf des Vertrages nur in verschlechtertem, also im Wert geminderten, Zustand zurückgegeben werden kann. Bei einem Vertrag über einen bestimmten Geldwert ergibt eine solche Verpflichtung aber von Grund auf keinen Sinn. Ein Geldwert kann nicht durch Benutzung verschlechtert werden. Der Hinweis ist nicht nachvollziehbar und wohl kaum dem Erfordernis einer unmissverständlichen Belehrung zuträglich.

Werdermann | von Rüden Rechtsanwälte – Widerruf durch Experten

Kunden der SEB AG sollten zeitnah eine Prüfung ihrer Unterlagen durch Experten veranlassen. Bei Werdermann | von Rüden bieten wir Ihnen als ersten Schritt in Richtung Widerruf eine kostenlose und unverbindliche Erstprüfung Ihrer Unterlagen an. Nähere Informationen finden Sie unter https://www.wvr-law.de/widerruf-immobilienkredit-ohne-vorfaelligkeitsentschaedigung. 

Ihre Vorteile nach Inanspruchnahme unserer kostenlosen Ersteinschätzung:

1. Sie wissen ob Ihre Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist.

2. Wir sagen Ihnen, wie die Gerichte gerade zu Ihrem Fall entscheiden.

3. Wir nennen Ihnen Ihr Einsparpotential beim Widerruf.

4. Wir sagen Ihnen was die Rechtsdurchsetzung kostet.

5.Wir sagen Ihnen, wie lange es dauert bis Sie aus dem Vertrag heraus kommen.

Kurz: Sie wissen was Ihnen zusteht und was es kostet