MLP - Modell Tilgungsersatz bei Immobilienfinanzierungen - eine gefährliche Wette?

MLP - Modell Tilgungsersatz bei Immobilienfinanzierungen - eine gefährliche Wette?
11.08.2015303 Mal gelesen
Immer mehr betroffene Bankkunden von MLP melden sich bei der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mit gescheiterten Immobilienfinanzierungen. Das Modell war immer das gleiche. Anstatt Zins und Tilgung, wurde in einen Tilgungsersatz gezahlt. Optimal für den Berater - katastrophal für den Kunden.

MLP ist dafür bekannt wohlhabende Akademiker gut zu beraten. So war jedenfalls früher die Idee. Im Jahr 2015 sieht es vielleicht anders aus. Jetzt wo viele Baufinanzierungen von 2005 zu ende gehen, sieht man das ganze Ausmaß des Dilemmas. Damals wurde empfohlen anstatt bei der Immobilienfinanzierung zu tilgen, in einen so genannten Tilgungsersatz zu investieren. Für MLP und die Berater was die Provisionen betrifft, optimal. Für den Kunden dafür weniger. Die fondsgebundenen Lebensversicherungen, zumeist aus dem eigenen Haus von MLP liefen aufgrund der Finanzkrise im Jahr 2008 weit aus schlechter als prognostiziert.

Am Ende bleibt eine Deckungslücke in der Finanzierung, anstatt dem großen Gewinn welcher durch die MLP Berater versprochen worden ist. Oft gehen dadurch die Finanzierungen völlig in die falsche Richtung und die Immobilienkäufer werden zum Verkauf gezwungen oder bleiben auf einem Schuldenberg sitzen.

"Aus meiner Sicht, durfte eine Immobilienfinanzierung mit Tilgungsersatz von Beginn an nicht angeboten werden. Das ist das spielen an den globalen Finanzmärkten mit dem Eigenheim oder einer anderen Immobilie." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold

"Eigentlich sind Immobilien eine sichere Anlageform. Wer bei einer Immobilienfinanzierung etwas spekulatives drauf sattelt, handelt aus meiner Ansicht nach mit Vorsatz." so Leipold weiter.

Rechtsanwalt Leipold weiß wo von verspricht. So führt er bereits gegen MLP einen millionenschweren Prozess wegen Falschberatung. In diesem Fall wurde der günstige Todesfallschutz fast ganz außer acht gelassen, weil er keine Provisionen bringt. Der Kunde verstarb als Alleinverdiener bei einem  Unfall und die Nachkommen verloren einen Teil der Immobilien aus diesem Grund. Auch hier geht man von einer vorsätzlichen Falschberatung aus.

Kunden die von MLP oder Banken eine Immobilienfinanzierung mit Tilgungsersatz verkauft bekommen haben, sollten daher ihre Verträge sorgsam prüfen lassen. Oft kann man den Schaden geltend machen.