Widerrufsjoker nutzen: Darlehensverträge der Sparkasse Frankfurt prüfen lassen

Widerrufsjoker nutzen: Darlehensverträge der Sparkasse Frankfurt prüfen lassen
05.05.2015306 Mal gelesen
Dass sich der Widerruf eines teuren Darlehensvertrages durchaus finanziell lohnen kann, scheint sich unter Verbrauchern herumgesprochen zu haben, dass aber auch Widerrufsbelehrungen kleinerer Sparkassen, wie der Sparkasse Frankfurt, fehlerhaft sein können, schien bis jetzt niemanden zu interessieren

Wer noch vor einigen Jahren einen Kreditvertrag abgeschlossen hat, musste Zinsen von bis zu 8 Prozent pro Jahr zahlen. Kurze Zeit später fielen die Zinsen mit den Jahren auf ein Niveau, das unter 2 Prozentpunkten liegt. Wer damals einen Kreditvertrag abgeschlossen hatte, ärgert sich heute über die zu hoch vereinbarten Zinsen. Sich von dem Vertrag einfach zu lösen ist zwar möglich, löst aber die Pflicht zur Zahlung der so genannten Vorfälligkeitsentschädigung aus, einer Art Vertragsstrafe für Verbraucher, die sich früher von dem Darlehensvertrag lösen wollen.

Kunden führender Großbanken haben für sich jedoch einen Ausweg gefunden, denn oftmals war nach dem Jahr 2002 eine vorgeschriebene Belehrung über den Bestand eines Widerrufsrechts aus Verbraucherschutzgründen Pflicht. Das Problem: Viele Banken haben sich nicht an das vom Gesetzgeber vorgegebene Muster gehalten, sondern verwendeten eigene, zum Teil falsche Widerrufsbelehrungen. Das gesetzliche Widerrufsrecht kann eigentlich nur innerhalb einer Frist von 14 Tagen ausgeübt werden. Verbraucher, die aber nicht im Sinne des Gesetzgebers über den Bestand ihres Widerrufesrechts informiert worden waren, könnten dieses aber nicht wirksam ausüben, argumentieren heute Verbraucherschutzanwälte, wie der Rechtsanwalt Nico Werdermann von Berliner Rechtsanwaltskanzlei Werdermann | von Rüden.

Er vertrat in den vergangenen Jahren hunderte Verbraucher gegen führende deutsche Großbanken und konnte sowohl gerichtlich als auch außergerichtlich Erfolge verbuchen: Wurde nie wirksam über den Bestand eines Widerrufsrechts belehrt, kann der Vertrag auch nach Jahren wirksam widerrufen werden. Die Folge ist eine komplizierte Rückabwicklung:

Der Verbraucher erhält die damals vereinbarten Zinsen erstattet, muss aber zugleich einen so genannten marktüblichen Zinssatz auf das Darlehen zahlen, dieser wird von der Rechtsprechung unterschiedlich berechnet. Zum Teil wird für jeden Monat genau festgestellt, welcher Zinssatz üblich gewesen wäre, zum Teil wird aber auch vereinfacht auf den marktüblichen Zinssatz zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses abgestellt und dieser auf die gesamte Laufzeit des Vertrages angewendet.

Zugleich hat aber auch die Bank auf die gezahlten Raten Zinsen zu zahlen, mindestens fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Vereinzelt gehen Gerichte noch weiter und vertreten, dass Banken mindestens 12 Prozent Rendite aus den gezahlten Raten erwirtschaften könnten. Würden sie diese Vermutung erschüttern wollen, müssten sie das Gegenteil beweisen.

Verbraucher, die einen Darlehensvertrag der Sparkasse Frankfurt, Neue Mainzer Str. 47 – 53 in 60311 Frankfurt oder mit einer anderen Sparkasse widerrufen wollen, sollten zunächst folgende drei Bedingungen prüfen:

  • Der Vertrag muss zwischen einem Verbraucher und der Sparkasse Frankfurt geschlossen worden sein. Denn nur gegenüber Verbrauchern bestand ein Informationspflicht über das Widerrufsrecht. 
  • Der Vertrag mit der Sparkasse Frankfurt muss nach dem 01.11.2002 geschlossen worden sein, denn nur ab diesem Datum bestand eine gesetzliche Pflicht dazu, über das Bestehen des Widerrufsrechts zu belehren. Vor diesem Datum geschlossene Verträge können nicht wegen einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung widerrufen werden.

  • Die verwendete Widerrufsbelehrung müsste fehlerhaft gewesen sein.

Ob eine Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist, lässt sich nicht pauschal beatworten. Dies erfordert eine Einzelfallprüfung. Sicher ist, dass nicht jede Abweichung vom gesetzlichen Muster zur Fehlerhaftigkeit der Widerrufsbelehrung führt. In der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte und bis hin zum Bundesgerichtshof haben sich während der vergangenen Jahre Fallgruppen entwickelt, nach denen eine Widerrufsbelehrung als falsch gilt. 

Die Rechtsanwaltskanzlei Werdermann | von Rüden bietet Darlehensnehmern der Sparkasse Frankfurt die kostenlose Prüfung ihrer Darlehensverträge an. Unsere Kanzlei meldet sich innerhalb weniger Tage mit einer Ersteinschätzung. Danach können Sie in Ruhe entscheiden, wie Sie vorgehen wollen, In vielen Fällen übernimmt auch die private Rechtsschutzversicherung die Kosten der außergerichtlichen und gerichtlichen Auseinandersetzung.