Kreditausstieg ohne Vorfälligkeitsentschädigung - Darlehensverträge der Kreissparkasse Köln sollten geprüft werden

Kreditausstieg ohne Vorfälligkeitsentschädigung - Darlehensverträge der Kreissparkasse Köln sollten geprüft werden
05.05.2015214 Mal gelesen
Unter Verbrauchern hat sich herumgesprochen, dass man sich auch Jahre nach dem Abschluss eines Darlehensvertrages von den meist ungünstigen Zinsbelastungen lösen kann. Grund dafür sind fehlerhafte Widerrufsbelehrungen.

Verbraucher sollten jedoch auch Darlehensverträge kleinerer Sparkassen, wie der Kreissparkasse Köln, Neumarkt 18 – 24 in 50667 Köln prüfen lassen. Eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung kann im günstigsten Fall mehrere Tausend Euro Ersparnis bringen.

Dass sich Verbraucher auch Jahre nach dem Abschluss eines Darlehensvertrages lösen können, haben sie oft ungenügenden Belehrungen über den Bestand des Widerrufsrechts zu verdanken. Der Gesetzgeber hatte seit 2002 eine gesetzliche Pflicht zur Belehrung der Verbraucher über den Bestand eines Widerrufsrecht verpflichtet. Die Vorgaben dazu waren haarklein vorgegeben; Banken die von dem Muster des Gesetzgebers abwich, durfte sich nicht mehr auf den so genannten Vertrauensgrundsatz berufen. Verbraucher aber, die nie formwirksam über den Bestand ihres Widerrufsrechts aufgeklärt worden sind, könnten dies aber auch nicht wirksam ausüben, argumentieren heute Verbraucheranwälte und Gerichte schließen sich dem an. Die Folge: Die gesetzliche Widerrufsfrist von 14 Tagen hat niemals angefangen, so dass der Darlehensvertrag auch heute noch ausgeübt werden kann. In der Folge gilt der Immobiliendarlehensvertrag als niemals zustande gekommen.

In der Folge kommt es zu einem komplizierten Rückabwicklungsverhältnis, an dessen Ende der Verbraucher der Gewinner ist: Die vereinbarten Zinsforderungen gelten als niemals vereinbart, weshalb der Verbraucher nur den so genannten marktüblichen Zinssatz zu zahlen hat. Dieser liegt seit Jahren im niedrigen einstelligen Prozentbereich. „Über die Jahre kann sich so viel an zu viel gezahlten Zinsen angesammelt haben“, erläutert der Berliner Verbraucheranwalt Johannes von Rüden von der Rechtsanwaltskanzlei Werdermann | von Rüden.

Wann könnte ein Darlehensvertrag der Kreissparkasse Köln widerrufen werden?

Grundsätzlichen müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein, damit ein Darlehensvertrag der Kreissparkasse Köln wirksam widerrufen werden kann:

  • Der Darlehensvertrag muss nach dem 01.11.2002 abgeschlossen worden sein, da erst ab diesem Datum eine gesetzliche Pflicht zur Aufklärung über das Bestehen der Darlehensvertrages bestand. 
  • Der Darlehensvertrag muss zwischen der Kreissparkasse Köln und einem Verbraucher abgeschlossen worden sein, da nur gegenüber Verbrauchern eine Pflicht zur Belehrung über das Widerrufsrecht besteht.
  • Die Widerrufsbelehrung müsste falsch gewesen sein. Es genügt dabei nicht einfach nur ein Abweichen von dem gesetzlichen Muster. In der Rechtsprechungen haben sich Fallgruppen herausgebildet, nach denen eine Widerrufsbelehrung als falsch gilt.

Die Frage, ob eine Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist, kann nicht pauschal beantwortet werden und macht eine Einzelfallprüfung unumgänglich. Die Berliner Rechtsanwaltskanzlei Werdermann | von Rüden bietet Verbrauchern an, kostenlos die Darlehensverträge der Kreissparkasse Köln zu prüfen. Hierfür können Sie das Formular am Ende der Seite verwenden. Wir melden uns innerhalb weniger Tagen mit unserer Einschätzung. In vielen Fällen übernimmt die private Rechtsschutzversicherung die Kosten der außergerichtlichen und gerichtlichen Verteidigung.