Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung genau prüfen - oft Fehler der Banken, Sparkassen und Volksbanken in der Berechnung

30.04.2015192 Mal gelesen
Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung genau prüfen - oft Fehler der Banken, Sparkassen und Volksbanken in der Berechnung.

In fast allen Fällen lohnt es sich für den Kreditkunden von Immobilienkrediten oder Privatkrediten für PKws usw. die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung bei einer Darlehenskündigung überprüfen zu lassen.

Den Kreditinstituten steht bei vorzeitiger Kündigung eines Darlehensvertrags ein gesetzlicher Schadensersatz - fdie Vorfälligkeitsentschädigung - zu. Diese Vorfälligkeitsentschädigung dient den Kreditinstituten als finanzieller Ausgleich für die entgangenen Zinsen.

Nur in den seltenen Fällen, in denen die Ablösung des Immobilienkredits vor Ablauf der Vertragsdauer vertraglich geregelt wurde, ist eine Kündigung ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich.

Bei der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einigen Urteilen, z.B.  BGH Az.: XI ZR 267/96, BGH Az.: XI ZR 285/03, den Kreditinstituten klare Vorgaben gemacht. Zudem kommt es oft auf die Umstände des Einzelfalles an. Schon Sondertilgungsmöglichkeiten verschieben das gesamte Bild. Diese werden auch besonders gern von den Instituten vergessen. Bei Abrechnungstools im Internet gibt es dazu auch keine Eingabemöglichkeiten. Die Höhe eines Bearbeitungsentgeltes, sollte angemessen an den Kredit und den Restgbetrag, darf aber vom Darlehensgebers in gewissen Rahmen geschätzt werden.

Deswegen ergibt sich für die Darlehensnehmer oft eine nicht nachzuvollziehende Kalkulation der Vorfälligkeitsentschädigung. Bei Zweifeln an der Richtigkeit des geforderten Betrags, sollten sich Kunden an einen Kreditpüfer wenden und diesen genau überprüfen lassen. Auf Drängen des Kreditinstituts sollten keine voreiligen Handlungen vorgenommen werden. Ggf.  sollte das Geld nur unter Vorbehalt der weiteren Prüfung gezahlt werden.

Ergeben sich Probleme im Rahmen eines bestehenden Darlehensvertrags sollten sich Kreditnehmer an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht mit langjähriger Erfahrung wenden. Dieser kann überprüfen, ob die Interessen des Darlehensnehmers gewahrt wurden. Eventuelle Ansprüche gegen die Bank, Sparkasse oder Volksbank kann er sowohl außergerichtlich als auch gerichtlich durchsetzen.

Bei der Kündigung des Darlehens durch das Kreditinstituts ist grundsätzlich ein Schadensersatz zu zahlen.  Denkbar ist dies bei Verzug von Ratenzahlungen. Hier hat der BGH in einem Fall entschieden (Az.: XI ZR 512/11), dass dieser Schaden-ersatz nicht im vollem Umfang der Vorfälligkeitsentschädigung entspricht.

Neben einer Kontrolle der Berechnungen der Bank kann auch eine Überprüfung der vertraglichen Regelung Vorteile für den Kreditkunden bringen. Insbesondere die Widerrufsbelehrungen können Ansatzpunkte für ein erfolgreiches Vorgehen bieten. Es geht darum, die Widerrufsjoker zu ziehen! Hierbei sollte ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beratend zur Seite stehen. .