Schlupfloch aus dem teuren Baukredit“ – Gansel Rechtsanwälte dazu in der Augsburger Zeitung

23.05.2014537 Mal gelesen
Berlin, den 23. Mai 2014. Die Augsburger Zeitung berichtete am 5. Mai unter der o.g. Überschrift darüber, wie Darlehensnehmer ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung zinsgünstig umschulden können: „Seit Ende 2002 wimmelt es in Millionen Immobiliendarlehen von fehlerhaften Widerrufsbelehrungen

Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen – Chance für Darlehnsnehmer
Immobilienbesitzer können ihre vor Jahren geschlossenen Darlehnsverträge heute noch widerrufen, obwohl die in den Verträgen vermerkte Widerrufsfrist längst abgelaufen ist, wenn ihre Bank und Sparkasse sie nicht ordnungsgemäß über ihr Widerrufsrecht belehrt hat.
Die Chance für die Darlehnsnehmer besteht beim Widerruf darin, dass dabei keine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt, die ansonsten für die vorzeitige Beendigung des Darlehens vom Kreditinstitut gefordert wird.

Viele Kreditinstitute haben viele Fehler gemacht
Die Hamburger Verbraucherzentrale berichtet, sie habe bei der Prüfung von ca. 8.000 Darlehensverträgen der verschiedenen Baufinanzierer festgestellt, dass weit mehr als zwei Drittel der Widerrufsbelehrungen falsch sind. Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte geht aufgrund ihrer Erfahrungen da noch weiter: „Wir halten sogar bis zu 98% aller Widerrufsbelehrungen für fehlerhaft.“ Aber nicht nur die Zahl der betroffenen Banken und Sparkassen ist überraschend hoch, sondern auch die ihrer Fehler. „Wir haben bereits über 400 verschiedene Fehler entdeckt, die Juristen zum Teil sogar in Kombination unterlaufen sind“, berichtet Gansel. Sowohl formale wie auch inhaltliche Fehler ermöglichen den Widerruf des alten Darlehensvertrages und Verhandlungen mit der Bank über eine günstigere Neufinanzierung ohne Zahlung/deutliche Reduzierung einer Vorfälligkeitsentschädigung.

Erfolgreicher Widerruf mit Fachanwalt
Möchte der Darlehnsnehmer seinen Vertrag widerrufen, steht er vor zwei Schwierigkeiten: Zum einen muss er zunächst widerrufsrelevante Fehler erkennen und zum anderen dann sein Widerrufsrecht gegenüber seinem Kreditinstitut auch durchsetzen. Damit ist er erfahrungsgemäß meist überfordert. „Ohne Anwalt geht praktisch gar nichts“, betont die Hamburger Verbraucherzentrale. Die Erfolgsaussichten, vor allem auf eine außergerichtliche Einigung, sind für die Darlehnsnehmer dennoch sehr gut.

Widerrufen und Sparen
Grundsätzlich muss der Darlehensnehmer nach dem erfolgreichen Widerruf das Darlehen vollständig zurückzahlen. Meist ist er aber gehalten, eine neue und nunmehr günstigere Finanzierung vorzunehmen. „Aber eine komplette Rückabwicklung will eigentlich kaum einer“, berichtet Gansel. Die meisten wollen zu günstigeren Bedingungen umschulden, „die monatliche Belastung bestenfalls halbieren und damit viel Geld sparen.“

Widerrufen und Geld zurückholen
Wer über einen Vertrag mit einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung verfügt und in der Vergangenheit bereits das Darlehen unter Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung abgelöst hat, der kann heute noch die an die Bank geleistete Zahlung zurückfordern.

Fort mit dem Forward-Darlehen
Mancher einer hat ein Forward-Darlehen abgeschlossen, um sich die seinerzeit vermeintlich niedrigen Zinsen zu sichern. Nun würde er sich gern von seinem teuren Darlehen trennen, doch die Kreditinstitute fordern dafür eine hohe Nichtabnahmeentschädigung. Auch hier gilt: Ist die Widerrufsbelehrung falsch, muss das Darlehen nicht abgenommen werden. Der Anspruch der Bank auf Entschädigung entfällt.

„Was Kunden wissen sollten“
… schreibt die Augsburger zum Schluss so:
„Eine erste Prüfung, ob die Widerrufsbelehrung im Vertrag fehlerhaft ist, bieten die Verbraucherzentralen in Hamburg, Bremen Hessen und Sachsen gegen eine Gebühr von 70 Euro an.
Weitere Informationen liefert etwa die Verbraucherzentrale Hamburg online unter
www.vzhh.de/baufinanzierung.
Die Kanzlei Gansel in Berlin (www.gansel-rechtsanwaelte.de) offeriert eine kostenfreie Ersteinschätzung plus Deckungsanfrage für Rechtsschutzversicherte.“

 Ihr Ansprechpartner:
Dr. Timo Gansel
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: [email protected]anwaelte.de

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