„Volle Kanne“ (ZDF) „Immobilienkredit umschulden - Schlupfloch beim Widerrufsrecht“

26.03.2014523 Mal gelesen
Berlin, den 26. März 2014: Am 5. März sendete das ZDF in seiner Morgensendung „Volle Kanne“ den Beitrag „Immobilienkredit umschulden - Schlupfloch beim Widerrufsrecht“. Rechtsanwalt Dr. Timo Gansel, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, kommentiert in dieser Sendung einen Fall aus seiner Pra

Das Umschuldungsproblem
„Der Leitzins ist auf historischem Tiefstand. Davon könnten auch Häuslebauer profitieren. Doch den alten Kredit auf einen Schlag zurückzahlen und einfach einen neuen aufnehmen – das geht nicht einfach so. Es gibt allerdings ein Schlupfloch für Verbraucher“ - so heißt es in der Anmoderation. Durch die Umschuldung eines Immobilienkredites lässt sich in Abhängigkeit von der erzielbaren Zinssenkungsdifferenz und der Laufzeit des Vertrages viel Geld sparen. Doch Kreditinstitute beharren gern Zinsbindungsfristen über 10 Jahre und mehr. Nur wer bereit ist, eine (hohe) Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen, der kann seinen Vertrag vorzeitig beenden. Für eine Umschuldung lohnt das meist nicht, weil summa summarum so keine Ersparnis erreichbar ist.

Der Weg zum Niedrigzins
Weil aber sehr viele Kreditinstitute ihre Darlehensnehmer nicht ordnungsgemäß über das gesetzliche Widerrufsrecht belehrt haben, können diese Verträge heute widerrufen werden. Die Bank oder Sparkasse hat dann auch keinen Anspruch auf Vorfälligkeitsentschädigung. Von dieser Widerrufs- und damit Umschuldungsmöglichkeit können mehr Darlehnsnehmer profitieren als sie ahnen. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat z.B. festgestellt, dass ca. 70 % aller Kreditinstitute Fehler in ihren Widerrufsbelehrungen haben; die Erfahrung unserer Kanzlei ergibt eine noch höhere Quote.

Verbraucherzentralen empfehlen Hilfe von Anwälten
Die Verbraucherzentralen empfehlen Darlehnsnehmern, sich für den Widerruf sachkundigen Beistand zu holen und sich rechtzeitig um eine neue Finanzierung zu kümmern. Schmid-Burgk, der Fachbereichsleiter Baufinanzierung der Verbraucherzentrale Hamburg, sagt dazu: „… raten wir den Leuten, gegebenenfalls einen Anwalt in Anspruch zu nehmen.“ Wer über eine Rechtsschutzversicherung verfügt, kann die Übernahme der Kosten durch das Versicherungsunternehmen beantragen.

Der Erfolgsfall
Bei dem in dieser Sendung vorgestellten Fall weigerte sich die Bank zunächst, dem Ehepaar nach dem berufsbedingten Verkauf des Hauses bei der Beendigung des Darlehens entgegen zu kommen. Die geforderte Vorfälligkeitsentschädigung war so hoch, dass sich die Darlehnsnehmer an unsere Kanzlei wandten. Dr. Gansel dazu: „Zuerst hat sich die Bank stur gestellt. Aber es hat sich gelohnt, nicht locker zu lassen. Nach fünf Monaten Verhandlungen haben wir erreichen können, dass die Vorfälligkeitsentschädigung von 92.000 auf ca. 15.000 Euro reduziert wurde.“ Eine Ersparnis von 77.000 Euro.

Fazit: Mit Widerruf Geld sparen
Ganz gleich, ob man seine Immobilie verkaufen oder bewusst Zinsen sparen möchte, auf die Motive des Darlehnsnehmers kommt es beim Widerruf des Vertrages nicht an. Denn weder innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist von zwei Wochen noch Jahre nach einer falschen Widerrufsbelehrung muss der Widerruf begründet werden. In jüngster Zeit widerrufen deshalb viele Verbraucher ihre Darlehnsverträge, obwohl die in den Verträgen vermerkte Widerrufsfrist längst abgelaufen ist. Angesichts der eindeutigen Rechtslage überwiegen außergerichtliche Lösungen. Deshalb sind nicht selten Banken und Sparkassen selbst bereit, einen günstigeren Vertrag anzubieten.

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