Historisch niedrige Zinsen: Wie Kreditnehmer aus Immobilienkrediten herauskommen - was ist zu beachten?

Historisch niedrige Zinsen: Wie Kreditnehmer aus Immobilienkrediten herauskommen - was ist zu beachten?
06.03.2014287 Mal gelesen
Historisch niedrige Zinsen: Wie Kreditnehmer aus Immobilienkrediten herauskommen - was ist zu beachten und was kann man sparen? Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten kostengünstig! Häufig nicht teurer als beim Verbaucherschutz!

Historisch niedrige Zinsen: Wie Kreditnehmer aus Immobilienkrediten herauskommen. Immobilienkredite sind derzeit so günstig wie nie.

Aus lang laufenden Finanzierungen kommen Kreditnehmer in der Regel aber nicht heraus, so dass eine attraktive Umschuldung nicht möglich ist. Doch es gibt einige Ausnahmen.

Grundsätzlich müssen Banken einer vorzeitigen Kündigung von Immobilienkrediten mit Vorfälligkeitsentschädigung nur zustimmen, wenn der Kreditnehmer ein berechtigtes Interesse vorweisen kann.

Ein berechtigtes Interesse liegt vor, wenn die finanzierte Immobilie veräußert wird oder die Bank ein zusätzliches Immobiliendarlehen (z. B. für eine Modernisierung) verweigert. Das zwischenzeitlich gesunkene Zinsniveau begründet kein berechtigtes Interesse.

Vorfälligkeitsentschädigung macht Kreditkündigung unattraktiv


Ansonsten ist eine Kündigung erst am Ende der vereinbarten Zinsbindungsfrist, spätestens aber zehn Jahre nach der vollständigen Auszahlung möglich. Liegt kein berechtigtes Interesse an einer Kreditkündigung vor, kann die Bank, Sparkasse, Volksbank oder Bausparkasse  die Entschädigung nach billigem Ermessen festlegen.

In der Regel lohnt sich dann selbst die Umschuldung in den günstigsten am Markt erhältlichen Kredit nicht mehr. In der Banken-Praxis müssen Kreditnehmer bei Kündigungsgesuchen ohne berechtigtes Interesse damit rechnen, dass die Bank gar nicht reagiert. Es werden auch Kündigungen uner Hinweis auf den lauenden Vertrag zurückgewiesen. Verträge sind schließlich einzuhalten.

Liegt ein berechtigtes Interesse vor, ist eine Kündigung mit sechsmonatiger Frist möglich. Dann darf die Bank eine Entschädigung verlangen, muss bei ihrer Berechnung aber bestimmte Regeln des Bundesgesetzhofs einhalten. So dürfen nur bestimmte Vergleichszinssätze herangezogen werden. Ferner muss die Bank bei der Bemessung der Entschädigung davon ausgehen, dass der Kreditnehmer alle ihm zustehenden Sonderzahlungen genutzt hätte.

Die Entschädigung beträgt oft 20% der Restschuld


Das niedrige Zinsniveau treibt die Entschädigungen in die Höhe.

Im Januar 2014 berichtete die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Schätzungen von Verbraucherschützern, dass Entschädigungen im derzeitigen Marktumfeld häufig 17 bis 20 Prozent der verbliebenen Restschuld ausmachten. Es wird empfohlen, die veranschlagte Entschädigung von Verbraucherschutzorganisationen prüfen zu lassen. Diese verlangen dafür zumeist Gebühren in der Größenordnung von 50 bis 100 Euro. auf diesem Niveau liegen auch die Erstberatungen von Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht.  

Dass die Entschädigungen so üppig ausfallen, ist auf die sehr niedrige Umlaufrendite von Hypothekenpfandbriefen zurückzuführen. Diese Umlaufrendite wird als Wiederanlagezins unterstellt, den die Bank mit dem vorzeitig zurückbezahlten Kredit erzielen kann.

Fehlerhafte Widerrufsbelehrung als spätes Glück für den Kreditkunden!


Ein Teil der Kreditnehmer mit Zinsbindung kommt allerdings ganz um jegliche Entschädigung herum und kann jederzeit kündigen: Im vergangenen Sommer berichteten Verbraucherzentralen von fehlerhaften Widerrufsbelehrungen in vielen Kreditverträgen. Bis zum Erhalt einer gültigen Belehrung können Kreditnehmer ihr Darlehen jederzeit zurückgeben.

  "Ist die Widerrufsbelehrung falsch, startet die Widerrufsfrist nicht. Der Widerruf des Kreditvertrags kann also jederzeit erklärt werden".

Betroffene Kunden sollten ihren Kreditvertrag nicht kündigen, sondern widerrufen. Wenn sie dies mit rechtlicher Begleitung machen wollen, so sind die bei Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht gut aufgehoben! Die Kosten wurden oben dargestellt. Die Rerchtschutzversicherung zahlt auch meistens.

Quelle: creditolo GmbH