Viele Banken verlangen zu hohe Entschädi­gungen von Kredit­nehmern, die ihr Hypotheken­darlehen vorzeitig ablösen oder nicht abnehmen.

Viele Banken verlangen zu hohe Entschädi­gungen von Kredit­nehmern, die ihr Hypotheken­darlehen vorzeitig ablösen oder nicht abnehmen.
25.01.2014285 Mal gelesen
Viele Banken verlangen zu hohe Entschädi­gungen von Kredit­nehmern, die ihr Hypotheken­darlehen vorzeitig ablösen/nicht abnehmen. Es gibt im Internet Excel-Rechner zur überschlägigen Ermittlung der maximal zulässigen Vorfälligkeitsentschädigung.

Viele Banken verlangen zu hohe Entschädi­gungen von Kredit­nehmern, die ihr Hypotheken­darlehen vorzeitig ablösen oder nicht abnehmen. Es gibt im Internet Excel­rechner, die es ermöglichen, die maximal zulässige Vorfälligkeitsentschädigung zu berechnen. Außerdem lässt sich ermitteln, ob eine Umschuldung Ihres Darlehens vor Ablauf der Zins­bindung lohnt.

Hintergrund

In bestimmten Fällen haben Kreditnehmer das Recht, ihr Darlehen bereits vor Ablauf der Zins­bindung zurück­zuzahlen. Das gilt vor allem anläss­lich eines Hausverkaufs.

Die Bank, Sparkasse, Volksbank oder Bausparkasse kann im Gegen­zug einen Ausgleich dafür verlangen, dass sie das Geld nicht zu dem Zins­satz anlegen kann, den sie für das Darlehen bekommen hätte.

Das gleiche gilt, wenn der Kreditnehmer ein vertraglich vereinbartes Darlehen gar nicht erst abnimmt.

Die Höhe der Entschädigung der Bank, Sparkasse, Volksbank oder Bausparkasse hängt vom Zins­satz ab, den eine Bank für ihre Ersatz­anlage zugrunde legt. Je nied­riger der Zins­satz, desto höher die Entschädigung.

Nach der Recht­sprechung des Bundes­gerichts­hofs müssen die Banken für die Ermitt­lung der Entschädigung die Rendite für Pfand­briefe heran­ziehen. Folge: Die Entschädigung fällt oft nied­riger aus als von der Bank ermittelt. Viele Banken rechnen mit nied­rigeren Renditen.

Es kommen noch weitere Fehler hinzu. Nach der Erfahrung von Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht werden von fast allen Instituten fehlerhafte Berechnung zur Verfügung gestellt. Häufig wird einfach nur ein Betrag genannt. Dann heißt es, glaub es oder nicht. 

Nach den Erfahrungen von Hunderten von Prüfungen von Abrechnungen lohnt es sich fast immer, einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht einzuschalten,