Bearbeitungsentgelt bei Verbraucherdarlehensverträgen - Was sagen die Gerichte?

23.10.2013208 Mal gelesen
Bearbeitungsentgelt bei Verbraucherdarlehensverträgen - Was sagen die Gerichte? Neue Entscheidung des LG Berlin vom 4. Juni 2013. Kunden sollten das Bearbeitungsentgelt zurückverlangen

Bearbeitungsentgelt bei Verbraucherdarlehensverträgen - Was sagen die Gerichte? Neue Entscheidung des LG Berlin vom 4. Juni 2013. Kunden sollten das Bearbeitungsentgelt zurückverlangen. Altere Verträge beinhalten die Chance der Rückholung des Bearbeitungsentgelts, weil Gerichte auf 2011 abstellen. Werden von einer Bank für die Gewährung eines Verbraucherkredits formularmäßig ohne nähere Erläuterung neben Zinsen "Bearbeitungskosten" erhoben, kann dies von einem verständigen und redlichen Vertragspartner, jedenfalls bei der nach § 305c Abs. 2 BGB vorzunehmenden kundenfeindlichsten Auslegung, nur so verstanden werden, dass damit Aufwand bei der Bearbeitung des Kreditantrags und insbesondere die Bonitätsprüfung bepreist wird. Eine solche Klausel stellt eine Preisnebenabrede dar und ist gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam. Landgericht Berlin, Urteil vom 4.Juni 2013 - Az.: 10 S 2/13, ZIP 2013, 1613. Kunden sollten das Bearbeitungsentgelt zurückverlangen. Altere Verträge beinhalten die Chance der Rückholung des Bearbeitungsentgelts, weil Gerichte auf 2011 abstellen. Die Bankkunden sollten sich durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalanlagerecht beraten lassen.